Wiedergänger und das Osterfest

Na gut. Wenn ich das jetzt einfach so stehen lasse, dann könnte das für den ein oder anderen unter euch vielleicht ein wenig verwirrend sein. Deshalb möchte ich schnell meine Gedanken dazu erklären. Wie selbst jene unter euch wissen sollten, die so bibelfest sind wie ich, steht Ostern vor der Tür und genauso sollten alle wissen, was an Ostern gefeiert wird: Die Wiedergeburt Jesu, der niemand anderer ist, als Gott in Menschengestalt.

Die Sache mit der Wiedergeburt hat die Menschen schon immer fasziniert. Ein Mensch stirbt und drei Tage später kommt er von den Toten zurück, um ein wenig später als Geist in den Himmel aufzufahren. Wer eine solche Geschichte nicht gut nutzt, der vertut seine Chance wirklich und während solche Geschichten in den vergangenen paar Jahrtausenden immer wieder in Religionen aufgetaucht sind, werden sie heute zu gänzlich anderen Zwecken verwendet.

Schon im neunzehnten Jahrhundert schrieb Bram Stoker Dracula. Damit begründete damit einen wahren Hype um die Geschichten von Vampiren und Wiedergängern, der bis heute nicht schwächer geworden ist. Egal wohin man sieht, man findet Zombies, Mumien und Vampire. Mit den untoten Wesen wird immer mehr Geld gemacht, sei es nun in Form von Büchern, von Videospielen oder in Form von mehrstaffeligen Fernsehserien. Und man vergesse nicht das Kino, das auch heute noch ein oder zwei Wörtchen mitzureden hat.

So kommt’s

Wer sich die Geschichte der Wiedergänger ansehen möchte, der muss einen weiten Schritt zurück auf der zeitlichen Dimension vornehmen. Die Ursprünge des Themas finden sich in den verschiedensten Religionen, die auf der Erde ausgeübt wurden und noch heute ausgeübt werden. Egal ob man sich das Christentum besieht — wie wir es jedes Jahr um diese Zeit tun — oder den Götterglauben der alten Ägypter und Griechen. Überall wird man mit dem Thema des Todes konfrontiert und natürlich auch damit, wie man diesen umgehen kann.

Das Wetter sieht zwar österlich aus... (Bild von jaded Ink)
Das Wetter sieht zwar österlich aus… (Bild von jaded Ink)

Im Christentum heißt es, Gott habe Jesus von den Toten zurückgeholt, bei den Ägyptern ist es oft ein böser Fluch, der die Toten von ihrer ewigen Ruhe abhält. In anderen Sagenkreisen und Legenden sind es wieder Hexen und üble Geister, die die Leichen aus den Gräbern steigen lassen und in den verdrehten Welten sind auch entsprechende Krankheiten im Umlauf, die durch einen Biss ausgelöst werden.

Auch heute noch sind sehr oft Krankheiten dafür verantwortlich, dass die Leichen partout nicht sterben wollen. Manchmal sind üble Pharmafirmen wie die Umbrella-Corporation daran Schuld, manchmal werden sie durch einen Gedanken-kontrollierenden Pilz ausgelöst und manchmal reicht schon ein kleiner Biss, um die Infektion an seine Mitmenschen weiterzugeben. Die Heilmittel sind dabei allerdings nicht besonders vielfältig.

So geht’s

Während die Möglichkeiten, wie man zu einem Untoten werden kann, recht vielfältig sind, sind die Arten, wie man davon erlöst wird, meist recht ähnlich. Die klassischen Behandlungsmethoden sind eine Abtrennung des Kopfes vom Korpus des Wiedergängers, die Verbrennung des Körpers oder einfach nur ein Pflock ins Herz. All diese bringen die Betroffenen zwar wieder ins Grab zurück, sie halten sie jedoch nicht davon ab, dieses zu verlassen.

... bei dieser Corpse-Bride... (Bild von Jaded Ink)
… bei dieser Corpse-Bride schaudert mir dennoch… (Bild von Jaded Ink)

Doch auch dazu wurden schon diverse Methoden entwickelt. Entweder wurden die Leichen mit Dornengestrüpp im Boden festgehalten oder ihnen wurde schon bei ihrer Beerdigung ein Pflock durch die Brust getrieben. Die Kirche wiederum hielt ihre Hand dafür ins Feuer, man könne die Wiedergänger mit Weihwasser oder religiösen Symbolen wieder in das Reich der Hölle zurückdrängen, aus dem sie ins Diesseits gekommen waren.

Wer jedoch im alten Ägypten einen Fluch brechen wollte, der musste oft große Schwierigkeiten auf sich nehmen, denn die Mumien der alten Pharaonen konnten nicht einfach mit einem Stück Holz im Brustkorb erledigt werden. Dazu müssen erst die jeweiligen Flüche gebrochen werden und das kann mitunter eine Heidenarbeit sein, nur damit man einen wandelnden Knochensack zurück in den Sarkophag befördern kann. Bestes Beispiel dafür ist der Film Die Mumie.

Sie wandeln nicht nur bei uns

Aber auch außerhalb unserer schönen Welt und ihrer diversen verdrehten Versionen, gibt es verschiedene Varianten von Wiedergängern, die Beachtung verdienen. Der bekannteste unter ihnen ist wahrscheinlich Gandalf der Graue, der bei seinem Kampf mit dem Bal’Rok starb und dann als Gandalf der Weiße wiederkehrte. Aber es gibt noch genügend andere Wiedergänger in den fernen Welten, die man erwähnen muss.

Und dieser Nazgul sieht auch nicht gerade vertrauenswürdig aus (Bild von Jaded Ink)
Und dieser Nazgul sieht auch nicht gerade vertrauenswürdig aus (Bild von Jaded Ink)

Die wenigsten von diesen haben zwar Namen, unter denen man sie erkennen würde, aber dennoch sollte man sie sich gut ansehen. Ein gutes Beispiel dafür bieten die Draugr in TES V: Skyrim. Die sollten eigentlich tot in ihren Hügelgräbern liegen, wandeln jedoch durch die Rückkehr der Drachen — die eigentlich auch tot sein sollten — durch ihre letzte Ruhestätte. In der Welt von TES gibt es aber auch den Beruf des Nekromantie, der ein wenig seiner magischen Kraft zum selben Zweck einsetzt und dafür die wandernden Toten kontrollieren kann.

Andere Wiedergänger in fernen Welten können in David Chandlers Ancient Blades oder auch in dem Comic Mjöllnir gefunden werden. Da wie dort sind sie meist schon etwas verwest oder manchmal sogar nur noch Skelette, die einzig durch mächtige Zauber zusammengehalten werden. Wie in den verdrehten Welten sind auch in den fernen die Möglichkeiten, wie man sie loswerden kann, sehr unterschiedlich. Allerdings hängt es meist mit einem Kopf zusammen, der gewaltsam vom dazugehörigen Körper getrennt wird.

Wie man sehen kann, sind Wiedergänger etwas, dass aus unserer heutigen Welt nicht wegzudenken ist, sei es nun zu Ostern oder in Film und Buch. In diesem Sinne, wünsche ich euch allen ein schönes Osterfest. Lasst euch den Schinken schmecken und viel Glück bei der Eiersuche.

Wie steht ihr zum Thema Zombies? Findet ihr, dass die Untoten zu sehr gehyped werden, oder könnt ihr gar nicht genug von ihnen bekommen? Hinterlasst mir doch einen Kommentar (:

Advertisements

Sagt mir eure Meinung!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s