It’s dangerous to go alone

Wer sich durch ferne Welten wagt, der sollte immer bedenken, wie gefährlich es dort draußen ist. Deshalb darf man, wenn man noch einigermaßen bei klarem Verstand ist, nie allein vor die Tür gehen. Am besten umgibt man sich mit muskelbepackten Recken oder mit Magiern, die mit Feuerbällen um sich werfen können. Und falls man die nicht zur Verfügung hat, gibt es sicher irgendwo einen brillanten Bogenschützen, der einem vom nächsten Baum aus Deckung gibt.

In fernen Welten sollte es also sicherlich nicht das Problem sein, sich irgendwo Schutz zu suchen. Söldner gibt es in den meisten schließlich wie Sand am Meer. Sehr oft bekommt man aber auch Begleiter an die Seite gestellt, die man sich gar nicht ausgesucht hat – und nein, ich spreche hier nicht von den leidigen Eskortier-Missionen, die man in jedem RPG finden kann, auch wenn man sie nicht sucht.

Ich spreche ich von jenen Charakteren in Spielen, Filmen und Büchern, die einen während der ganzen Geschichte begleiten. Dabei gibt es drei Typen, zu denen ich euch je einen vorstellen werde. Auf der einen Seite gibt es jene, die man ins Herz schließt und die wirklich wichtig für die Geschichte sind. Dann gibt es jene, über die man lachen kann und die nicht unwichtig sind. Und abschließend gibt es noch jene, die einen während des gesamten Plots nur nerven, die man aber dennoch nicht los wird. Ich fange einfach mal mit denen an.

Halt die Fresse, du dumme Fee!

Wer The Legend of Zelda gespielt hat, wird ganz sicher schon einmal der Fee Navi begegnet sein. Dieses kleine nette Wesen begleitet einen während der Reise durch ganz Hyrule und steht einem mit Rat und Tat zur Seite. Ihre Aufgabe ist es dabei natürlich, den Spieler auf jene Dinge hinzuweisen, die er vielleicht übersehen könnte. Und selbstverständlich muss sie dabei auch die Aufmerksamkeit von diesem ergattern. All das ist absolut klar.

Hier wirkt die kleine Fee doch gar nicht so nervig (Bild von airgirl39)
Hier wirkt die kleine Fee doch gar nicht so nervig (Bild von airgirl39)

Trotzdem möchte ich dem Entwicklerteam bei Nintendo jetzt eine kleine Frage stellen. Musstet ihr diese bescheuerte Fee so extrem nervig machen?! Man kann doch auch die Aufmerksamkeit der Spieler wecken, ohne dabei das Blut in ihren Adern zum Kochen zu bringen. Ihr müsst sie dazu nicht in den Wahnsinn treiben. Ganz ehrlich, bei jedem „HEY!“ möchten die meisten unter uns am liebsten auf ihre Konsole einprügeln.

Mit einem nervigen Charakter allein könnte ich ja noch gut leben. Das Problem mit Navi ist aber, dass sie komplett unnütz ist. Sie fliegt einfach nur herum und nervt. Sie hat nicht einmal ein zentrale Rolle in der Geschichte. Wenn man es sich recht überlegt, hat sogar Links Pferd Epona eine wichtigere Rolle als Navi abbekommen, denn ohne es gäbe es eine Menge wichtige Passagen in manchen der Spiele nicht. Navi hingegen könnte man einfach aus dem Spiel entfernen und niemand würde den Unterschied merken – abgesehen davon, dass nichts herumfliegen und nerven würde.

Bibup! Bubibup!

Von nervenden Charakteren, die keiner braucht, zu lustigen Charakteren, die einem schnell ans Herz wachsen. Von diesen gibt es schon bedeutend mehr, sei es nun der Kobold Kli-Kli aus Die Chroniken von Siala oder die Minions. Sie sind meist klein, können nicht besonders viel und die Geschichte würde auch ohne sie irgendwie funktionieren. Die bekanntesten Beispiele für diesen Typ des Begleiters sind die Droiden R2D2 und C3PO aus Star Wars.

Die bekannten Droiden aus Star Wars (Bild von 1darthvader)
Die bekannten Droiden aus Star Wars (Bild von 1darthvader)

Diese beiden herrlich lustigen Roboter sind durch ihre konträren Charaktere und durch den vielen Blödsinn, in den sie geraten, einer der humorvollen Höhepunkte der klassischen – und auch der neuen – Star Wars-Trilogie. Vor allem R2D2 ist neben Meister Yoda und dem Sith-Lord Darth Vader zu einer zentralen Figur des Franchise geworden – vor allem in Sachen Marketing.

Im Gegensatz zur nervenden Fee tragen die beiden Roboter auch einen nicht unwichtigen Teil zur Geschichte bei. Gerade in Episode 4 ist es allein R2D2 zu verdanken, dass Luke und Obi Wan auf die Spur von Leia gelangen. C3PO hingegen ist vor allem in der neuen Trilogie von Nutzen. Vor allem durch die vielen Sprachen, die er beherrscht ist er ein praktischer Gefährte. Keiner der beiden kann aber in Sachen Relevanz und Nutzen an die Vertreterin der letzten Kategorie herankommen.

Vom Küken zum Monster

Wer sie nicht kennt, der ist im Fantasy-Genre definitiv nicht wirklich zu Hause. Die Rede ist von der blauen Drachendame Saphira aus der Buchreihe Eragon. Sie hat von Schöpfer Christopher Paolini eine mehr als nur zentrale Rolle bekommen. Ohne sie wäre die ganze Reihe nämlich gar nicht möglich. Erst durch ihr Erscheinen in den Wäldern im Norden von Alagäsia wurde der Junge Eragon in den Krieg zwischen dem Imperium und den Varden hineingezogen.

Mit der Drachendame Saphira sollte man sich besser nicht anlegen (Bild von Dragarta)
Mit der Drachendame Saphira sollte man sich besser nicht anlegen (Bild von Dragarta)

Sie begleitet den Leser durch die gesamte Reihe und stellt sich für Eragon nicht nur als wichtige Verbündete sondern auch als wichtige Freundin und als Teil seiner Famile heraus. Egal ob nun in der Schlacht oder in seinem Gefühlsleben. Ohne sie wäre der Junge, der während der Reihe zum Mann, zum Krieger und schließlich zum Anführer wird, des öfteren völlig verloren.

Damit wird die Drachendame vom eher unwichtigen Nebencharakter zum wichtigsten Begleiter des Protagonisten. Womit sie sich klar von den oben genannten Begleitern abhebt. Vor allem von Navi, auch wenn beide Flügel haben und beinahe nur mit dem Protagonisten sprechen. Bei den Göttern! Mir fallen erst jetzt die Parallelen zwischen dem Drachen und dem fliegenden Winzling auf. Jetzt wurde gerade mein Weltbild zerstört.


Weg von der Zerstörung meines Weltbilds: Welche Begleiter aus Fantasy und Science Fiction sind eure liebsten und wen würdet ihr partout nicht aushalten? Hinterlasst mir doch gerne einen Kommentar (:

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