Breitet eure Flügel aus

Fliegen ist doch wirklich etwas Wunderbares. Und hierbei meine ich jetzt nicht die Möglichkeit, sich in ein Flugzeug zu setzen und binnen weniger Stunden auf einem anderen Teil des Globus‘ zu sein. Das ist natürlich auch wunderbar. Aber ich spreche vom Fliegen selbst. Von der Möglichkeit die Flügel auszubreiten und in den Himmel aufzusteigen, wie auch immer es einem beliebt. Es ist schließlich nicht umsonst einer der größten Träume der Menschheit.

Darum darf es einen auch nicht wundern, wenn das Motiv des Fliegens immer wieder in der Phantastik auftaucht. Ich kenne eigentlich kaum eine Reihe, in der es nicht in irgendeinem Punkt um das Fliegen ginge. Interessant ist dabei vor allem, in welchen Variationen das Fliegen auftaucht und welcher Mittel und Wege sich Weltenschöpfer bedienen, um ihre Charaktere in luftige Höhen zu erheben.

Vom Fliegen ganz ohne fremde Hilfe über die Unterstützung durch magische Gerätschaften bis hin zum geflügelten Reittier. Eines davon trifft man früher oder später sicher in jeder Geschichte an, wenn man nur danach sucht. Ich habe mir mal ein paar Gedanken über das Thema gemacht und mir meine drei liebsten Flugtechniker unter den Weltenschöpfern herausgesucht.

Mit Stab, Luftschiff und Bison

Zu meinen liebsten Weltenschöpfern mit virtuosem Luftverständnis gehören mit Sicherheit zwei Herren aus der neuen Welt. Genauer gesagt Bryan Konietzko und Michael Dante DiMartino. Wenn einem diese beiden Namen nichts sagen, so sei einem verziehen — ich habe selbst nachsehen müssen. Ihr Werk dürfte den meisten meiner Leser aber ein Begriff sein. Die beiden Herren waren bei Nickelodeon angestellt und haben dort die Idee für den Cartoon Avatar – Der Herr der Elemente entwickelt.

Diese Cartoon-Serie über drei Staffeln — die nebenbei gerade ein Sequel spendiert bekommen hat — behandelt die Geschichte des Avatars Aang, des letzten Luftbändigers. Seine Reise führt ihn durch die ganze Welt mit dem Ziel alle vier Elemente beherrschen zu lernen und die Feuernation zu besiegen. Auf ebendieser Reise muss er irgendwie von A nach B kommen und dafür haben ihm die Macher einfach mal den fliegenden Bison Appa an die Seite gestellt.

Der Luftbändiger Aang fliegt gerne herum
Der Luftbändiger Aang fliegt gerne herum (Bild von osy057)

Dieser kann ihn und seine Freunde mir nichts dir nichts durch die Lüfte tragen, denn schließlich ist er ja mehr als drei Meter lang. Und selbst wenn Aang mal auf seinen flauschigen Begleiter verzichten muss, heißt das noch lange nicht, dass er an die Erde gebunden ist. Er hat nämlich immer einen Luftgleiter dabei, mit dem er durch Luftbändigen durch die Gegend fliegen kann.

Allerdings ist Aang nicht der einzige, der die Lüfte für sich beanspruchen will. Auch die böse Feuernation hat sie für sich entdeckt und durchquert mit riesigen Luftschiffen den Himmel und wenn das mal nicht greifbar ist, dann schießt man einfach Feuer aus den Händen und schleudert sich so selbst durch die Gegend. Die Erd- und Wasserbändiger sind also die einzigen, die wirklich an den Boden gebunden sind, obwohl die sicher auch eine Möglichkeit fänden.

Mit magischer Wucht und Fügeln statt Armen

Während sich die beiden Cartoon-Väter durch Vielzahl auszeichnen, so zeigt unsere nächste weltenschöpferin einen Sinn für die Genauigkeit. Die Australierin Trudi Canavan hat bewiesen, dass man, um zu fliegen, nicht viel Zubehör benötigt. So hat sie der jungen Dame Auraya, ihrem Hauptcharakter in Das Zeitalter der Fünf, die Fähigkeit gegeben, durch ihre magischen Kräfte durch die Welt zu fliegen.

Ein solches Reittier wünscht sich doch jeder
Ein solches Reittier wünscht sich doch jeder (Bild von tiger1313)

Das sieht so aus, dass sie sich ihrer Position in der Welt bewusst ist und diese Kraft ihrer Gedanken bewegen kann. Dabei könnte sie sich theoretisch so schnell bewegen, wie sie möchte, wäre nicht der Widerstand ihres eigenen Körpers. Außerdem gibt es im Zentrum Ithanias ein Gebirge, das von Wesen bewohnt wird, die anstatt von Armen Flügel haben, ansonsten der Anantomie eines zu schmal geratenen Menschen entsprechen.

Die haben ihre Flügel aber nicht durch natürliche Evolution erhalten, sondern durch eine der fünf Götter, die der Reihe ihren Namen verleihen. Diese veränderte die Form des Volkes auf magische Weise und durch das Versuchen-und-Scheitern-Prinzip, bis diese ihren Vorstellungen entsprachen. Bis auf die Möglichkeit zu fliegen — was auch eher schlichtem Gleiten gleicht — haben die den Menschen aber nichts voraus.

Mit Besen, Greifen und Thestralen

Die letzte Vertreterin dieser Auflistung sollte selbst den Fantasy-Unkundigsten ein Begriff sein, ist sie schließlich für eine der erfolgreichsten Buchreihen der letzten zwei Jahrzehnte verantwortlich. Ganz klar, die Rede ist wie einmal von Joanne K. Rowling. In ihrer Harry Potter Reihe beschreibt sie eine verdrehte Welt voller Magie, Fabelwesen, Zauberer und Hexen. Und was wäre eine Welt voller Hexen bitte ohne die Möglichkeit, auf Besen zu reiten?

Rowling ging dabei sogar so weit, dass sie um die Besenreitenden Zauberer einen ganzen Sport erschuf, der in der Zaubererwelt so groß ist, wie bei uns der Fußball. Die Kollegen von Weltenschmiede haben zum Thema Quidditch übrigens einen tollen Artikel verfasst. Neben fliegenden Haushaltsgeräten haben die Zauberer aber noch andere unkoventionelle Möglichkeiten, um durch die Lüfte zu sausen.

Einen Thestral kann nur der sehen, der den Tod sah
Einen Thestral kann nur der sehen, der den Tod sah (Bild von EchoGreens)

Ob man nun wie die Weaslys ein altes Auto lufttauglich macht oder sich auf den Rücken eines Greifen oder Thestrals schwingt, ist dabei aber ziemlich egal. Der junge Harry und seine Freunde kommen auf jeden Fall äußerst stilvoll herum. Und wenn alle Stricke reißen, kann man immer noch auf den Rücken eines Drachen klettern — auch wenn ich zugeben muss, dass die letzte Methode in fast allen Welten keine gute Idee ist. Außer man ist in Alagaësia und schimpft sich Drachenreiter. Das ist dann etwas anderes.


War eure liebste Möglichkeit, den Himmel zu erobern schon dabei, oder bevorzugt ihr eine Variante, die ich nicht erwähnt habe? Hinterlasst mir doch einen Kommentar (:

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Auf dem Drachen Furchur zu reiten ist aber eine Wohltat 😉
    Matthew ‚Hawk‘ Masterson von den Soldiers of the Future hat einen Kampfanzug, der Flügel und Düsen ausfährt.

    Mir gefallen die Fortbewegungen des Steampunks. Luftschiffe jeglicher Art.

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    1. Florian Born sagt:

      Stimmt. Auf Furcher hatte ich ganz vergessen 😀
      Und so ein Kampfanzug ist sicher praktisch 🙂

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      1. Wortman sagt:

        Der war sehr praktisch in der Serie 🙂

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