Fremde Welten: Im Schein des Mondlichts

Von Pia Unger

Es gibt Serien, die man mag. Es gibt Serien, die man akzeptiert. Und dann gibt es Serien, bei denen man es kaum erwarten kann, dass sie abgesetzt werden. Was ich nicht erwähnt habe ist, dass es auch Serien gibt, die wirklich toll sind aber aufgrund von unzureichendem Budget schon nach einer Staffel abgesetzt werden. Doch mehr dazu etwas später.

Trash-TV lässt sich meiner Meinung nach überwiegend bei Serien finden. Oft sind es solche Serien kaum wert ausgestrahlt zu werden, doch haben sie genug Anhänger um uns als „Kulturgut der anderen Art“ erhalten zu bleiben. Im Fantasybereich findet man durchaus gute Serien. Zwar überwiegen sie nicht wie Telenovelas, sind dafür aber sehr überlegt und gelungen. Diesen durchaus guten Serien steht oft so wenig Budget zu, dass man es nicht nur an der Bildqualität sondern auch an der Qualität der Übersetzung oder der Spezialeffekte sieht.

Vampir und Detektiv

Es gibt einige Serien, die mir nur zu gut gefallen, doch eine hat es mir schon seit einiger Zeit angetan: Moonlight. Hört sich kaum nach Fantasy an, gehörte für mich aber zu den besten Fantasyserien bislang. Die Mischung aus Action, Fantasy und Mystery war emotional, fesselnd und spannend zugleich – eine Kombination, die ich bis dato noch nicht kannte. Man stellt sich jetzt natürlich die Frage, worum es bei Moonlight geht. Doch mir stellt sich dabei die Frage, inwieweit ich spoilern darf oder soll? Ich sage so viel dazu: Vampire.

Nein, keine glitzernden, kitschigen und verweichlichten Vampire, denn der Hype um Twilight war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeartet. Diese Geschöpfe der Nacht waren modern, neu aber doch grausam, brutal und furchteinflößend. Zwar sieht man in Moonlight keinen Nosferatu, doch ein Privatdetektiv namens Mick St. John tut es auch.

Wie schon gesagt, ich möchte nicht zu viel vorgreifen, doch die wichtigsten Eckpunkte kann ich nicht vorenthalten: Vor 55 Jahren in seiner Hochzeitsnacht verwandelt, lebt Mick St. John nach wie vor in Los Angeles. In den Jahren als Privatdetektiv versucht Mick seine Vampirnatur zu kontrollieren, was ihm durch Einfluss einiger Vampire im Freundeskreis nur mäßig gelingt. In 16 Episoden spinnt sich die ganze Story um die Begegnung mit der Reporterin Beth Turner. Warum möchte ich noch nicht verraten 😉

Vampir und Privatdetektiv -- Mick St. John
Vampir und Privatdetektiv — Mick St. John

Mein Vergnügen mit dieser Serie dauerte aber nur die bisher erwähnten 16 Episoden. Ja, nach nicht einmal 700 Minuten war diese kleine, aber feine Abwechslung zwischen TV-Seifenoper und Trash-TV vorbei für mich. Moonlight startete im amerikanischen TV bereits 2007, im deutschsprachigen Raum 2008. Nach endlosen Diskussionen zwischen verschiedensten TV-Sendern, Pay-TV und den Produzenten wurde die Serie aber bis heute nicht weitergeführt – nicht nur zu meinem, sondern auch zum Bedauern vieler anderer Fans.

Wer aber nicht genug kriegen kann von Mick St. John bzw. dem Schauspieler Alex O’Loughlin kann auf Hawaii Five-0 umsatteln… Für Fantasyfans aber ein kaum akzeptables Trostpflaster…

Welche Serie möchtet ihr auf jeden Fall fortgesetzt sehen und bei welcher wäre euch ein baldiges Ende umso lieber? Hinterlasst mir doch einen Kommentar 🙂

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Es wurden früher viele Serien nach einer oder max. zwei Staffeln abgesetzt. Quotentiefs oder sonstige Gründe wurden dann angeführt. Eine Fortsetzung zu Earth 2, Space 2063, L.A. Machine, Hypernauts Legend of The Ranger, Crusade oder Space Rangers würde ich sehr begrüßen. Ebenso Captain Power and the Soldiers of the Future 🙂

    Gefällt mir

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