Von dem blauen Exorzisten mit der Riesenkatze

Nehmt folgendes Szenario an. Vor sechzehn Jahren hatte ein gewisser Dämon nichts besseres zutun, als mit einer Menschenfrau herumzuturteln und sie zu schwängern. Upps! Aus dieser Schwangerschaft entstanden zwei kleine Jungs. Einer erbte die Fähigkeiten des Dämons, der andere nicht. Das Kind, das die Fähigkeiten des Dämons mitbekommen hat, weiß davon nicht besonders viel, denn seine Mutter verstarb schon bei der Geburt der Jungen, der Dämon interessierte sich nicht besonders für die beiden und der Mönch, der die beiden aufzog, erzählte ihm auch nichts.

Als die Jungs jedoch sechzehn Jahre alt sind, erfährt Rin Okumura, so der Name des Jungen mit den Fähigkeiten, dass sein Papa kein geringerer als Satan selbst war. Das geschieht allerdings auf äußerst unglückliche Weise, denn nur kurz darauf wird der Ziehvater der beiden Jungen von Satan besessen. Der übernimmt seinen Körper und der Mönch hat keine andere Wahl, als sich das Leben zu nehmen, wenn er Rin beschützen will.

Rin holt in der Zwischenzeit das Schwert, in dem seine großartigen Fähigkeiten versiegelt sind – und das er unter keinen Umständen ziehen darf – und zieht es. Er wird von blauen Flammen umhällt und während sein Vater – also sowohl Vater als auch Ziehvater, weil der eine ja vom anderen besessen ist – im Tor nach Gehenna steht und sich das Leben nimmt. Mit dem Schwert schafft Rin es, das Tor zu zerstören und Satan in seine Welt zu sperren.

Actionreich und lustig

Ungefähr so laufen die ersten beiden Folgen des Anime Blue Exorcist ab. Am Ende von diesen schwört Rin sich hoch und heilig, dass er „Satan so richtig in den Arsch treten wird!“ Er möchte wie sein Ziehvater und sein jüngerer Zwillingsbruder Yukio ein Exorzist werden und Assia, also unsere Welt, vor den Dämonen aus Gehena beschützen und im weiteren Verlauf auch Satan so richtig in den Arsch treten.

Der rechts ist Rin und der links von ihm sein Bruder (Bild von T1A60)
Der rechts ist Rin und der links von ihm sein Bruder (Bild von T1A60)

Dafür muss er allerdings erstmal die Schulbank drücken. Und hier beginnt der Spaß der ganzen Sache. Der Anime rankt sich nämlich neben den Kämpfen gegen diverse Dämonen, die in manchen Fällen auch mit Rin und Yukio verwandt sind, vor allem um das Schulleben von Rin. Der Fokus liegt, wie bei sehr vielen Animes, auf den Charakteren. Es geht um Themen wie Freundschaft, Vertrauen und Vaterliebe.

Verpackt ist das Ganze in eine Contemporary-Fantasy-Geschichte mit All-Age-Elementen und den klassischen Techniken der japanischen Erzählweise. Das Stärker-Werden und der Kampf mit den inneren Dämonen – hier tatsächlich mal buchstäblich – sind im Fokus der Geschichte und natürlich darf auch eine große Prise Humor nicht fehlen. Und Konflikte zwischen allen Charakteren! Die sind auch überall!

Unterhaltsam und philosophisch

Natürlich brauchen wir noch eine coole Welt, in die wir die ganze Story einwickeln. Die Autoren haben sich hierbei scheinbar für ein verdrehtes Japan entschieden, in dem der Vatikan viel zu viel Macht inne hat. Obwohl, hier muss ich einschränken. Nicht der Vatikan selbst hat enorm viel Macht, sondern dessen persönliche Exorzisten-Vereinigung: Die Heilig-Kreuz-Ritterschaft. Die sind nämlich überall in Assia und kümmern sich darum, dass die Dämonen nichts schlimmes anstellen.

Oh, und der kleine Kerl hier ist Nii-Chan und knuffig (Bild von Moogart)
Oh, und der kleine Kerl hier ist Nii-Chan und knuffig (Bild von Moogart)

Schon irgendwie ironisch, dass zwei Söhne von Satan Teil der Ritterschaft sind. Und hier lasse ich Yukio, der die Fähigkeiten des Dämonenkönigs nicht geerbt hat, mal außen vor. Neben Rin gibt es nämlich noch einen Dämon in der Heilig-Kreuz-Ritterschaft. Der ist rein zufällig auch noch der Leiter der japanischen Zweigstelle und nennt sich Johann Faust. Sein tatsächlicher Name? Mephisto Feles! Der hat irgendwie einen Narren an den Menschen gefressen und amüsiert sich prächtig, während alles des Bach runtergeht und er seine undurchsichtigen Intrigen weiterspinnt.

Zu Blue Exorcist kann ich nur sagen, dass mich der Anime wirklich prächtig unterhalten hat. Die Charaktere waren stark, die Story abwechslungsreich und der Zeichenstil schön. Besonders gut hat mir gefallen, dass er sich stark in Grauzonen-Bereichen aufhält. Weder Dämonen noch Menschen sind nur gut oder böse. Auf jeder Seite gibt es positive als auch negative Ideen. Alles in allem auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die auf gut gemachte Animes stehen, in denen sich nicht alles um den „Plot“ dreht. (Wer die Anspielung nicht versteht, sollte übrigens öfter mal bei 9gag reinschauen.)

Weltenwertung: Cool gemacht

Auch wenn die Story und die Charaktere gut sind, haben mir doch einige Details gefehlt. Wie sieht es in Gehena aus und wer sind die drei Alten im Vatikan? Und vor allem: Was ist mit diesem komischen Typen mit Puppe los?! Zu viele ungeklärte Fragen und zu wenige Details und Hintergründe. Deswegen nur ein C. Schaut euch die Serie trotzdem an 😉

Kennt ihr Blue Exorcist schon? Wenn ja, wie hat er euch gefallen? Und habt ihr irgendwelche Anime Must-Sees, die ich nicht verpassen darf, „Plot“ hin oder her? Hinterlasst mir doch einen Kommentar (:

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