Phantastischer Städteführer: Minas Tirith

Auf den Wanderungen durch phantastische Welten durchstreifen Weltenbummler Wälder, Sümpfe und Wüsten. Doch so schön die rohe Natur auch sein kann, so sehr sehnt man sich manchmal auch nach der warmen Umarmung der Zivilisation. Damit ihr euch in den großen Städten der phantastischen Welten nicht verirrt, gibt es diesen phantastischen Städteführer. Dieses mal verschlägt es uns nach

Minas Tirith

Jeder Fan der „Herr der Ringe“-Filme und/oder -Bücher wird den Namen dieser Stadt kennen. Minas Tirith, vormals Minas Anor, liegt am südöstlichen Ende des weißen Gebirges und dient im dritten Zeitalter seit der Zerstörung von Osgiliath und der großen Pest, die in ihr wütete, als Hauptstadt Gondors. Dabei ist die Stadt aufgrund ihrer Bauweise nicht zu verfehlen, wenn man sich entlang des Anduins bewegt.

Minas Tirith ist nämlich an der Flanke des Gebirges nach oben errichtet worden und verfügt über insgesamt sieben Ebenen, die durch konzentrische Mauern getrennt werden. Außer der ersten und der siebten Ebene wird die Stadt durch eine riesige Felsformation in zwei Teile geteilt. Diese wurde aber untertunnelt, damit man vom Nordteil in den Südteil gehen kann. Das große Stadttor liegt dabei genau unterhalb der Felsformation.

Willkommen in der weißen Stadt (Bild von deephallom)
Willkommen in der weißen Stadt (Bild von deephallom)

Die Tunnel waren nötig, da man sonst nicht an die Spitze der Stadt gelangen konnte. Die inneren Tore sind immer entweder im Nord- oder Südteil der Stadt. Abwechselnd versteht sich, wodurch man die Stadt in Serpentinen durchqueren muss. Ganz oben findet man den Weißen Turm, den Weißen Baum – der auch das Wappen Gondors ziert – und den Platz des Springbrunnens. Auf der sechsten Ebene sind die Grüfte und auf der fünften die Weihestätten.

Wer sich in Minas Tirith verständigen will, sollte entweder Westron – also die Gemeine Sprache Mittelerdes – oder Sindarin sprechen. Dies sind die gängigsten Sprachen der Nachfahren der Numenorer und der Bergstämme, die die weiße Stadt bevölkern. Apropos Numenorer: Deren Wissen blieb unter den Bewohnern Minas Tiriths großteils erhalten. Vor allem in Sachen Kräuterkunde und Einbalsamierung.

Nicht passend zur Kräuterkunde ist die Gestaltung der Straßen der Stadt, die, bis auf wenige Ausnahmen in Form der Gärten der Häuser der Heilung, äußerst karg ausfällt. Es gibt zwar viele Plätze und Arkaden, jedoch kaum Grün. Dafür ist es leicht, einen Freund zu finden, den man noch nie besucht hat. Die Namen der Familie stehen nämlich über den Torbögen der Hauseingänge. Die gängigtsen Berufe in der Stadt, neben dem des Landwirts, sind der des Lampenmachers, des Verwalters oder Soldaten. Letztere werden übrigens als sehr ehrenhaft betrachtet.

Nicht fallen! (Bild von jiminy-billy-bob)
Nicht fallen! (Bild von jiminy-billy-bob)

Minas Tirith ist die Hauptstadt Gondors und deshalb auch der Sitz des Königs des Reiches, bzw der Truchses aus dem Hause Hurins – also die Typen, von denen Boromir und Faramir abstammen –, die die Stadt bis zur Rückkehr des rechtmäßigen Erben Isildurs regieren sollten. Hier wird vom Herrscher die richterliche Gewalt ausgeübt und auch der Rat Gondors tagt in Minas Tirith.

Neben den Bürgern kann man auf den Straßen übrigens auch Soldaten Gondors und im siebenten Ring die Männer der Veste – kein Tippfehler, schreibt sich wirklich so – antreffen, die für die Sicherheit in der weißen Stadt sorgen sollen.

Im vierten Zeitalter dient die Stadt als Hauptstadt des Wiedervereinigten Königreichs, dessen Grenzen von Eriador im Norden bis nach Rhûn im Osten und weit in den Süden reichen. Es hat ungefähr die Ausmaße von Anor und Gondor zu deren größter Ausdehnung. Aragorn schuf dieses „neue“ Reich und sicherte sich Zwerge, Hobbits und auch Elben als Verbündete. Es stellt die größte Macht Mittelerdes nach dem Ringkrieg dar.

Einen Besuch Wert?

Jeder mit Ahnung von Architektur sollte der weißen Stadt einmal einen Besuch absstatten. Man findet sich in der Stadt recht gut zurecht – es geht nur nach oben oder unten – und kann vom siebten Kreis aus eine fantastische Aussicht bis nach Mordor genießen. Wer also einmal entlang des Anduin wandern sollte, muss unbedingt in Minas Tirith vorbeischauen.

Wie gefällt euch die Hauptstadt Gondors? Findet ihr den kargen Stil und den weißen Stein ansprechend oder würdet ihr euch mehr Grün wünschen? Und welche Stadt soll ich als nächstes bechreiben? Hinterlasst mir doch einen Kommentar (:

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Die Stadt würde ich mir gerne mal ansehen. die fehlenden Grünflächen sind zu verschmerzen. Schau dir moderen Städte an… die haben teilweise auch keinerlei Grün in der „Innenstadt“ 😉

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    1. Florian Born sagt:

      Das ist was dran 😀

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      1. Wortman sagt:

        Was ich mir nur anstrengend vorstelle: Das ewige hinauf und herunter Gelatsche in Minas Tirith 😀

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        1. Florian Born sagt:

          Das hab ich mir auch schon gedacht, dass das ein wenig aufwendig ist. Da haben die Numenorer irgendwie nicht wirklich mitgedacht 😀

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      2. Wortman sagt:

        Wahrscheinlich 😉

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        1. Florian Born sagt:

          Ich stell mir grad vor, wie nervig es sein muss, wenn man in der untersten Ebene lebt und in der sechsten arbeitet 😀

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  2. Wortman sagt:

    *grööööhl*
    Darüber möchte ich lieber nicht nachdenken. 😉

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