Denk, denk, denk!!! – Der Templer-Kodex

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Religion, Philosphie und Ethik. Diese Punkte spielen nicht nur in unserer Welt eine wichtige Rolle, sondern auch in den ungezählten Welten der Phantastik. In dieser Reihe nehme ich ein paar von diesen Strömungen auf und präsentiere sie euch. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch eine dabei, die ihr in irgendeiner Weise gebrauchen könnt. Also entweder in eigenen Geschichten oder im sogenannten “Real Life”. Dieses Mal:

Der Kodex der Templer

Wer mir hier ein wenig auf die Finger schaut, wird schnell feststellen, dass ich ein großer Fan des Assassin’s-Creed-Universums bin, in dem sich Templer und Assassinen gegenseitig aufs Maul geben, um jeweils zu verhindern, dass die andere Partei zu viel Macht bekommt und Scheiße bauen kann. In den meisten Fällen werden die Assassinen dabei als die guten und die Templer als die bösen Jungs dargestellt. Im (vor)letzten Teil der Serie, Rogue, wird das Spiel aber umgekehrt und die Templer sind auf einmal die Guten.

Bei den beiden Parteien klar zwischen Gut und Böse zu differenzieren ist in meinen Augen allerdings sowieso nicht möglich. Es stehen sich nämlich lediglich zwei verschiedene Ideologien gegenüber, die beide (wie auch bei Star Wars) ziemlich radikal sind. Eine als besser als die andere zu bezeichnen, traue ich mich aber nicht. So! Lange genug um den heißen Brei herumgeredet! Woran glauben die Templer jetzt?

Das grundlegende Ziel der Templer gibt es seit ihrer Gründung im 12. Jahrhundert und hat sich bis heute nicht wirklich verändert. Natürlich spreche ich hier lediglich von den Templern im AC-Universum und nicht von den realen. Die waren einfach nur religiöse Fanatiker und später geschickte Bankiers. Die AC-Templer hingegen haben es sich zum ultimativen Ziel gesetzt, die Menschheit zu befrieden.

Heut sehen die Templer natürlich anders aus (Bild von pulyx)
Heut sehen die Templer natürlich anders aus (Bild von pulyx)

Klingt ja gar nicht so schlecht, oder? Ja, aber sie haben etwas radikale Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Frieden durch Kontrolle, das ist ihr Ziel. Sie möchten einen globalen Polizeistaat aufbauen und dadurch die Menschheit unter ihre flächendeckende Kontrolle bringen. Bewerkstelligen wollen sie diese ultimative Kontrolle mithilfe der Edensplitter und anderen Überbleibseln der Technologie der Ersten Zivilisation.

Im Gegensatz zu den Assassinen versuchen die Templer ihre Ziele relativ offen zu verfolgen. Sie sind Männer und Frauen – aber hauptsichlich Männer – von Mancht und haben deshalb eine Vielzahl von Untergebenen, die sie in ihrem Tun unterstützen. Mehr oder minder freiwillig. Ihre Aktivitäten, die in Wahrheit dem Templer-Orden dienen, verbergen sie unter den Aktivitäten ihrer realen Aufgaben – Gouverneure, Päpste, Admiräle; die sind vielzählig.

Heute verbirgt sich der Templer-Orden unter dem Unternehmen Abstergo-Industries, einem weltweiten Forschungs- und Technologie-Unternehmen. Sämtliche Aktivitäten der Templer laufen versteckt darunter. So wird zum Beispiel die Unterhaltungs-Schiene des Unternehmes, Abstergo Entertainment, dazu genutzt, Recherchen zu Technologien der Ersten Zivilisation anzustellen, oder zu wichtigen Templern und Assassinen, die ihnen im heutigen Krieg gegen die Assassinen nützlich sein können. Im Hintergrund steht jedoch immer das Ziel einer befriedeten/kontrollierten Welt, das sämtliche Aktivitäten der Templer antreibt.

Finale Gedanken

Die Templer verfolgen also ein durchaus nobles Ziel, jedoch ist der Weg zu diesem etwas sehr radikal und wirft eine Frage auf, die sich durch die ganze Reihe zieht. Ist Frieden durch Kontrolle, also Frieden zum Preis der persönlichen Freiheit wirklich so gut? Doch wie ist jetzt die Einstellung der Assassinen zu dem Ganzen. Dazu in einem anderen Artikel mehr.

Wie steht ihr zur Einstellung der Templer? Zu radikal? Verfolgenswert? Mich würden eure Gedanken dazu wirklich interessieren. Außerdem möcht ich von euch wissen, welche fiktive philospohische/religiöse Strömung ich mir noch anschauen soll. Hinterlasst mir also unbedingt einen Kommentar (:

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Ein Frieden ohne Freiheit ist m. E. nicht denkbar, weil Friede sich durch die freie Entscheidung der Betroffenen auszeichnet. Wird der gleiche Zustand von außen aufgezwungen, lässt sich höchstens von Ruhe und Ordnung sprechen. Den Zustand kann man erzwingen, ist erfahrungsgemäß aber labil, weil er immer von einer externen Instanz oktroyiert wird und nicht von den Betroffenen verwirklicht wird. Damit ist solch ein friedfertiger Zustand immer mit einer Art von Gewalt verbunden und nicht wirklich erstrebenswert.

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    1. Florian Born sagt:

      Sehr guter Einwand. Klingt aber ein wenig so, als wär da ein Assassine am Werk 😉

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  2. Carmilla DeWinter sagt:

    Muss mich dem anderen Kommentator anschließen. Ruhe ist nicht Frieden. Ich denke dabei auch an SHIELD/Hydra in Captain America 2 – siehe einen Versuch, Einigkeit durch Einschüchterung zu erzwingen. Dabei sind die Inhalte beider Organisationen (von Philosophien will ich nicht sprechen) nicht so weit voneinander weg, wie sie sein wollen.
    … Wenn du Marvel-Philosophie willst, solltest du dir die X-Men und die „Brotherhood of Mutants“ vorknüpfen.

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    1. Florian Born sagt:

      Ich sehe schon, die Formulierung mit Frieden gefällt euch allen nicht wirklich. Der Vergleich mit Hydra/SHIELD ist aber ziemlich gut. Das ist mir gar nicht so aufgefallen…

      Brotherhood of Mutants! Kommt auf die Liste!

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  3. Daichi sagt:

    Wirklich interessant geschrieben !

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    1. Florian Born sagt:

      Vielen Dank ^.^

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