Die wandernden Händler von Toricante – New World Project

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Auszug aus Das Buch der tausend Völker
– Garin Beando

Auf meinen Reisen über die Inseln bin ich für die Recherchen diesen Buches auf ungezählte Völker getroffen. Von komplexen politischen und wirtschaftlich angetriebenen Gesellschaften, über militärische Diktaturen bis zu einfachen Stammeskulturen, habe ich viele kennengelernt. Kein Volk jedoch ist mir so oft begegnet wie die wandernden Händler von Toricante.

Eine Stadt als Ausgangspunkt

Der Grund dafür ist nicht die Größe ihres Reiches, sondern die Lebensweise der Kultur. De facto ist das „Reich“ der wandernden Händler auf lediglich eine einzige Insel beschränkt. Auf dieser befindet sich die Hauptstadt der Händler, Toricante, die dem Volk auch ihren Namen gibt. Wer Toricante besucht, wird feststellen, dass die Stadt einem riesigen Marktplatz gleicht. An allen Ecken und Enden werden Waren gehandelt, Verträge unterzeichnet und Routen geplant.

Die Bewohner der Stadt selbst sind, obwohl diese zu besten Zeiten mehrere hunderttausend Personen fasst, im niedrigen fünfstelligen Bereich. Die meisten Bewohner Toricantes kommen nur kurz in die Stadt, um neue Waren zu ergattern und Routen zu planen und verbleiben auch dann nicht lange. Stattdessen verlassen sie die Stadt bald darauf wieder und machen sich auf, ihre Waren auf den Inseln an Kunden zu bringen.

Kleine Gruppen

Die wandernden Händler Toricantes können deshalb auch noch auf den entlegendedsten Inseln dieser Welt angetroffen werden, wo sie versuchen werden, ihre Taschen mit Gold zu füllen. Meist reist das Menschenvolk in kleinen Gruppen, seltener in größeren Karawanen. Diese Gruppen bestehen in der Regel aus einem „Sacro“ – einem Handelsmeister –, wenigen Gesellen und Lehrlingen, einer Eskorte von Kämpfern – in der Regel handelt es sich dabei um Söldner – und zumindest einem Magier.

Viele Güter (Bild von Mancomb-Seepwood)
Viele Güter (Bild von Mancomb-Seepwood)

Während sich der Sacro und seine Leute um den Handel kümmern und die Kämpfer dem Schutz der Gruppe dienen, ist die Aufgabe des Magiers in erster Linie der Transport. Die Händler Toricantes reisen nämlich auf fliegenden Schiffen, die von dem Magier in die Luft gebracht und gesteuert werden. Diese Magier werden eigens in Toricante ausgebildet und hören nach dieser langjährigen Ausbildung auf den Titel „Muso“. Gerüchten zufolge können einige von ihnen Schiffe über mehrere Wochen in der Luft halten, ohne landen zu müssen. Der Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte darf jedoch angezeifelt werden.

Viele Kunden

Wer nach einem Haupthandelsgut der Händler Toricantes Ausschau hält, wird übrigens schnell verzweifeln, denn so etwas gibt es nicht. Die Sacri und ihre Gehilfen kaufen und verkaufen so gut wie alles, solange es ihnen einen gewünschten Gewinn einbringt. Die Waren transportieren sie deshalb auch oft über weite Strecken, um sie mit dem bestmöglichen Marktwert an einen Käufer zu bringen.

Dabei handelt es sich meist um Adelige, Reiche, Stammesführer und andere Persönlichkeiten mit hohem politischen oder wirtschaftlichem Einfluss, die sich die teuren Waren der Händler leisten können. Diese Luxusgüter wollen sie sich aber auch leisten und so ist es wenig überraschend, dass die Händler in so gut wie jedem Hoheitsgebiet der Inseln gern gesehene Gäste sind. Nur wenige Kulturen, die Außenstehenden gegenüber eher negativ gesinnt sind, verweigern den Händlern Landung.

Ein höfliches und kluges Volk

Toricante selbst ist allerdings allen Besuchern gegenüber freundlich gesinnt – sie müssen aber bekannt geben, was sie in die Stadt führt. Wer in Toricante handeln will, muss Abgaben an die Stadt zahlen – das gilt auch für die Sacri. Mit diesen Abgaben finanziert der Stadtrat die Ausbildung von Magiern, Händlern und Soldaten, es werden jedoch auch Erneuerungen in der Stadt damit gemacht.

Wenn Ihr auf Euren Reisen einmal einem Sacro oder einer Sacra – ja, auch Frauen können diesen Titel erlangen, etwa ein Drittel der Handelsmeister sind Frauen – begegnen solltet, werdet ihr schnell feststellen, dass das Volk sehr höflich und pflichtbewusst ist, zumindest solange sie wissen, dass man Handel mit ihnen treiben will. Wenn sie aber erkennen, dass das nicht Eure Intention sein sollte, so werdet Ihr in der Regel recht schnell uninteressant für sie werden.


Da es mit einem Unentschieden ausging, habe ich versucht das Nomadenvolk und das Handelsvolk miteinander zu verknüpfen, herausgekommen sind dabei die wandernden Händler von Toricante. Toricante ist übrigens eine Verschmelzung der des japanischen und Esperanto-Wortes für Händler mit einer kleinen Änderung drin.

Orientiert habe ich mich dabei unter anderem an den Dothraki, dem Venedig der Renaissance und diversen Karawanengeschichten. Ich glaube, das Volk, das dabei entstanden ist, ist mir recht gut gelungen. Letzten Endes müsst das aber sowieso ihr entscheiden.

Das nächste Mal wird es um Elben gehen, doch anstelle euch diesmal eigene Vorschläge zu bieten, nach denen ihr entscheiden könnt, möchte ich euch die Möglichkeit bieten, eigene Vorschläge eizubringen. Den, der mir am besten gefällt, beziehungsweise einer Mischung aus den eingegangenen, werde ich verwenden. Hier ist das Formular dafür:

Haut mir einfach alle Vorschläge da oben rein! Ich freu mich über jeden einzelnen und werd versuchen ihn so gut wie möglich einzubauen 🙂

Da unten gibt es noch die Umfrage, um welches Volk es als nächstes gehen soll:

Hier wie immer einfach ein Klick 😉

Ich freu mich schon wahnsinnig auf eure Ideen für die Spitzohren. Bis Montag könnt ihr die Vorschläge reinschreiben und am Abend werd ich dann kurz bekanntgeben, wessen Ideen ich verwenden werde und wie das Volk circa ausschauen wird.

Sagt mir übrigens bitte auch, wie ihr die Idee findet, hier auf die Umfragen zu verzichten (:

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Auf die Umfragen würde ich nicht verzichten. Ist eine interessante Möglichkeit, eigenen Ideen unterzubringen 😉

    Interessant, dass die Magier die Schiffe in die Luft bringen. Was passiert, wenn ein Magier einen Pfeil ins Herz bekommt? Stürzt das Schiff sofort ab?

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    1. Florian Born sagt:

      Nein, sonst könnte er ja auch nie schlafen. Es bleibt einfach stehen und verweilt, bis die magische Energie, die es oben hält aufgebraucht ist 😉

      Also wieder Umfragen ^^

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      1. Wortman sagt:

        Ich mag die Umfragen 😉
        Ok, mit der Flugerklärung kann ich leben 🙂

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  2. Zeilenende sagt:

    Ich würde die Umfrgen auch nicht weglassen, die dienen ja auch der Inspiration und sie sorgen dafür, dass die Welt uns nicht zu sehr zerfasert, sondern ein Weltenbauer die Finger drauf hält. Eigene Ideen können wir immer noch zusätzlich einbringen. Du könntest hin und wieder einen Vorschlag zur Disposition stellen und uns auffordern uns dazu zu verhalten. 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Guter Einwand 🙂
      Das nächste Mal komm ich also um die Umfrage nicht mehr rum 😀
      Und danke für die Idee 😉

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