Who is… Jadis?

Ach, Helden! Strahlend im Licht ihres eigenen Ruhms und dem der Aufmerksamkeit des gemeinen Volkes! Verdammte Rampensäue! Stürzen sich auf jedes bisschen Rampenlicht, das sie erhaschen können. Dabei kennt die doch eh jedes Schwein! Und wer leidet darunter? Die armen Nebencharaktere und Antagonisten, die sich nur nach ein wenig Zuwendung sehnen. Doch selbst das bleibt ihnen unter dem Joch der Helden verwehrt. Doch nicht auf Phanwelten! Wir kümmern uns um jene, die sonst untergehen. Wir stellen die richtigen Fragen: Who is…

Jadis?

Die gute Jadis ist weniger unter diesem Namen bekannt, sondern eher unter der Bezeichnung „die Weiße Hexe“. Diesen wunderschönen Titel hat sie verpasst bekommen, weil sie das Reich Narnia während ihrer hundertjährigen Regentschaft einfach mal unter einer dicken Schneedecke begraben hat. Man sollte meinen, die Dame hätte ziemlich einen an der Waffel, wenn sie so etwas abzieht, doch fangen wir ganz von vorne.

Jadis kam ursprünglich nämlich nicht aus Narnia sondern aus der Welt Charn. Sie entstammte einem alten Adelsgeschlecht, dass diese Welt beherrschte und zur Hälfte Gene der Riesen in sich trug und zur Hälfte Gene der Dschinn. Von ihrer Jugend an interessierte Jadis sich für Magie – insbesondere für dunkle Magie – und beschäftigte sich stark damit. Wesentlich stärker, als gern gesehen wurde.

Eines Tages rutschte sie in einen politischen Kampf mit ihrer Schwester um die Herrschaft über Charn. Die Schwestern wollten das mit einem Kampf austragen, der letzten Endes – obwohl eigentlich anders besprochen – mit Magie ausgetragen wurde. Jadis verlor beinahe all ihre Untergebenen und war allein in ihrer Festung. Ihre Schwester stand vor der Tür und so nutzte Jadis in ihrer Verzweiflung einen dunklen Zauberspruch: das unaussprechliche Wort. Und damit löschte sie alles Leben auf Charn aus, außer das ihre.

Und da reitet sie... (Bild von koyubihime)
Und da reitet sie… (Bild von koyubihime)

Haha! Hat die Hexe davon! Du denkst doch wohl nicht, dass sie es dabei hat bewenden lassen, oder? Verdammt! Jadis hat sich, nachdem sie einfach mal eine ganze Zivilisation ausgelöscht hat, in eine Statue verwandelt, bis – vielleicht – ein Wesen aus einer anderen Welt sie retten würde. Und das ist auch tatsächlich passiert. Ungefähr ein Jahrtausend später.

Zwei Kinder von unserer Welt haben diese Aufgabe souverän erfüllt und Jadis dann auch gleich mit in unsere Welt gebracht. Hier konnte es sich die große Dame dann natürlich nicht nehmen lassen, auf einer Kutsche zu surfen. Nachdem sie hier – also im Jahr 1900 von hier – ein wenig Chaos angerichtet hatte, gelang es den Kindern mit Müh und Not, sie wieder in eine andere Welt zu verfrachten. Und das war Narnia! Wow, Sado, du bist so klug…

Technisch gesehen war Narnia zu dem Zeitpunkt aber noch keine Welt, sondern erst im Entstehen, und die gute Jadis machte sich das natürlich gleich zu Nutzen und verschaffte sich einfach mal ein unendliches Leben. Verdammt, ich kann die Frau langsam echt nicht ausstehen… Aber sie wurde gleichzeitig auch verflucht und konnte so nie Frieden oder Glück finden sondern nur Schmerz. Außerdem wurde sie gleichzeitig in den wilden Norden verbannt. Whoo!

900 Jahre später aber… Verdammt, die Frau hat eine Geduld! … erstarb die Grenze, die Jadis im Norden hielt und ermöglichte es ihr, ins Königreich von Narnia zurückzukehren. Und das mit einem Knall. Sie nutzte die jahrhundertelangen Studien der Magie und bedeckte Narnia unter einer Schneedecke. Der hundertjährige Winter war geboren und sollte erst enden, wenn vier nichtsahnende Kinder und spätere Herrscher durch einen Schrank nach Narnia gelangen würden.

Warum ist sie super?

Ähhh… Ich find sie, muss ich gestehen, eigentlich nicht super. Ich wollt euch nur ihre Geschichte erzählen… Obwohl! Hundert Jahre kein Sommer hört sich eigentlich gar nicht so schlecht an…

Was haltet ihr von der weißen Hexe? Findet ihr, sie gibt einen guten Antagonisten ab, oder gab es schon bessere? Hinterlasst mir doch einen Kommentar und schreibt unbedingt auch rein, welchen Nebencharakter oder Antagonisten ich mir als nächstes vornehmen soll (:

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Mir hat sie eigentlich recht gut gefallen 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Ein bisserl durchgeknallt war sie ja schon 😀

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      1. Wortman sagt:

        Das ist ja grad das Gute 🙂

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  2. Carmilla DeWinter sagt:

    Ein bisschen traurig ist es, dass sie verflucht ist, nicht glücklich zu sein, weil das ja ihrer Bosheit ein wenig Abbruch tut. Konsequent machthungrige Personen müssen nicht verflucht sein, um die Welt unter sich leiden zu lassen. (Wobei der FLuch dem Prinzip „Weltschmerz“ eine ganz neue Nuance hinzufügt.)

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    1. Florian Born sagt:

      Traurig schon, aber ma sollte nicht vergessen, dass Narnia ziemlich unter ihr gelitten hat 😉

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