Das Kaiserreich Terá-Miekka – New World Project

Auszug aus Das Buch der tausend Völker
– Garin Beando

Wenn man die Inseln bereist, so wird man früher oder später ins Territorium eines der größten Reiche gelangen, das diese Welt zu bieten hat. Das Kaiserreich Terá-Miekka umfasste zum Zeitpunkt meiner Reisen weit über 500 Inseln, war in mehrere territoriale Konflikte eingebunden und grenzte – je nach Strömungslage – an mindestens sieben andere Reiche. Es ist eines der drei größten Reiche dieser Welt, und gleichzeitig jenes, das die passivste Expansionsstrategie fährt.

Terá-Miekka wird von einer uralten Dynastie von Kithari beherrscht und ebenso sind die meisten Bewohner des Reiches Mitglieder des katzenähnlichen Volks. Nur wenige Kolonien des Kaiserreichs werden auch von Mitgliedern anderer Völker bewohnt. Dies sind in der Regel Menschen und in selteneren Fällen auch Orks. Elben und Seraphim sehen die Kithari traditionell als niederes Volk an, da diese im Laufe ihres Lebens kein Gespür für die Gabe entwickeln.

Meisterhafte Schmiede

Dies machen die Miekkari jedoch durch meisterhafte Schmiedekunst und die Fähigkeit, härtesten Stahl zu schmelzen, wieder wett. Hinzu kommen noch die meisterhaften Kämpfer, die das Kaiserreich hervorbringt. Diese beinahe unbesiegbaren Krieger mit dem Schwert, dem Speer oder Klingenstab werden als Sutori bezeichnet und bilden nicht nur das streikräftigste Argument der Armeen von Terá-Miekka, sondern auch die regionale Verwaltung der Inseln.

Ein Sutori im Feld (Bild von akyra)
Ein Sutori im Feld (Bild von akyra)

Durch die schiere Zahl der Inseln ist es dem Kaiser nicht möglich, das ganze Reich von der Hauptstadt Sen-Yaghi aus zu regieren, weshalb die einzelnen Inseln von einem kleinen Rat der ehrenwertesten Sutori verwaltet werden, die dem Kaiser regelmäßig Bericht zu erstatten haben. Dazu bedienen sie sich einerseits vertrauenswürdiger Boten und andererseits speziell ausgebildeter Botenvögel – in der Regel handelt es sich dabei um Falken oder andere Greifvögel.

Traditionelles Denken

Die ganze Lebensweise der Miekkari wird aus deren Traditionen gespeist. Egal ob nun in ihrer Waffenkunst, der Architektur oder ihrem Denken, scheinen in Terá-Miekka in den letzten paar Jahren kaum Neuerungen Einzug gehalten zu haben. Der Unwille des Volkes zu Veränderungen schlägt sich auch in ihrer Politik wider. Hauptziel des Kaiserreiches ist, so wirkt es zumindest, den Status Quo aufrecht zu erhalten, weshalb die Miekkari trotz ihres mächtigen Militärs eine sehr passive Expansions-Politik betreiben.

Die Armeen werden lediglich dazu eingesetzt, die Grenzen zu stabilisieren. Selten wagen vereinzelte Gruppen von Sutori Ausfälle in feindliche Gebiete und diese meist auch ohne eine Absegnung durch die Kaiserfamilie. Innerhalb des eigenen Reiches sind die Miekkari weitestgehend eines Geistes. Dennoch gibt es immer wieder Putschversuche gegen den Kaiser und seine Familie und gerade in den letzten Jahren scheint die Dynastie stark geschwächt.

Fliegende Reiter

Architektonisch setzen die Kithari auf das Holz von sehr starken Bäumen und verwenden nur sehr wenig Stein. Hier gibt es aber Unterschiede zwischen den höheren und niedrigeren Lagen der Welt. Während die Häuser im Norden und in den hohen Gefilden schmal und recht hoch sind, sowie spitze Dächer aufweisen, wird im Süden und in tieferen Gefilden auf eine breitere Bauweise und flachere Dächer gesetzt.

Neben ihrer wunderschönen Gebäude und der Meisterschaft in der Schmiedekunst sind die Miekkari vor allem für ihre sogenannten Seanyi-Xoin (Auspr: Seanyi-Choin) bekannt, auch wenn sie in den meisten Ecken der Welt lediglich als die Greifenreiterinnen bekannt sind. Hierbei handelt es sich um speziell ausgebildete Sutori, die während eines langen Krieges gegen die Seraphim gegründet wurden. Diese eingeschworene Schwesternschaft – nur Frauen dürfen wegen ihres leichteren Körperbaus auf Greifen, den Seanyi, reiten – ist direkt dem Kaiser unterstellt und dient diesem als Leibgarde, Berater und Boten.

Unbezwungen

Sie sind der Schrecken einer jeden Armee, den sie sind die einzigen, mit Ausnahme der Seraphim und weniger anderer Einheiten, die die Schlacht von Himmel aus führen können. In Kombination mit der Ausbildung zum Sutori bringen sie den Tod für jeden Feind. Dennoch sind die Grenzen des Reiches fast dauerhaft umkämpft, da viele kleinere Reiche der Menschen und Orks den Kithari ihre Territorien neiden. Meist sind es aber dennoch letzten Endes sie, die unter dem Angriff leiden und selbst Gebiete einbüßen. So kamen die Miekkari zu ihren Kolonien.

Einzig die Seraphim haben es seit der Gründung der Seanyi-Xoin nicht mehr gewagt, das Kaiserreich anzugreifen. Das müssen sie jedoch vielleicht auch gar nicht um Terá-Miekka zu Fall zu bringen, denn durch den mangelnden Willen zur Veränderung, ist das Kaiserreich mit Stillstand gestraft. Wie lange ihr Vorteil in der Kriegskunst noch genügt, lässt sich nicht sagen.


Wie ihr bemerkt haben solltet, hab ich mich bei Gleichstand für die Samurai-Katzen entschieden, dafür werden das nächste Mal, wenns um ein Kithari-Volk geht, die Gottesstaat-Katzen den Vorzug bekommen.

Wie schon beim Namen der Kithari hab ich mich bei den Miekkari stark am Finnischen bedient. Terá-Mieka bedeutet übersetzt so viel wie Klinge des Schwertes und auch der Name der Krieger ist vom finnischen Wort für Krieger abgeleitet. Außerdem konnte ich nicht anders, als die Greifenreiter hier einzubauen, was dafür die schwierige Beziehung zwischen Kithari und Seraphim erschaffen hat.

Apropos Seraphim! Für diese geflügelten Kumpanen hab ich mir schon etwas überlegt und an dieser Idee möchte ich gern festhalten. Mir geht es darum, den Seraphim einen internen Machtkampf zu verpassen, da sie sonst viel zu viel Macht im Vergleich zu den anderen Völkern hätten – weil sie fliegen können und die Gabe besitzen – und das das Gleichgewicht der Welt ziemlich stören würde. Falls ihr noch Ideen dazu habt, schreibt sie mir ruhig in die Kommentare, aber hier muss ich einfach mal den Redakteurs-Stab schwingen, damit uns die Sache nicht entgleitet 😉

Bis dahin wünsch ich euch dann noch ein schönes Wochenende und wir lesen uns spätesten beim ersten Volk der Seraphim wieder (:

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Den Redakteurstab musst du eh schwingen, da es letztendlich deine Länder und Völker sind 😉
    Man merkt, du kennst die Geschichte Japans 😉 Auch sie haben gelitten unter dem Stillstand und der fehlenden Weiterentwicklung. Ich finde es interessant, dass du das hier einfließen lässt.
    Das diese Reiterinnen den Himmel beherrschen gefällt mir sehr gut 😀
    Erinnert mich an meine Amazonen.

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    1. Florian Born sagt:

      Ja, ich hab mich stark an der Geschichte Japans orientiert, da ich es sehr stimmig fand.

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      1. Wortman sagt:

        Passt ja auch ganz gut.

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  2. MaCeVi sagt:

    Ich würde für die Seraphim Vorschlägen das du dich an den Mongolen orientiersr bevor Dschingis Khan das Volk vereint hat den da führten die einzelnen Stämme auch Krieg zwischen einander

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    1. Florian Born sagt:

      Keine schlechte Idee! 🙂

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  3. Zeilenende sagt:

    Zu Fernost fehlt mir ein wenig der Zugang, also kann ich dazu nicht viel sagen außer: Wirkt stimmig. Ich grüble nur darüber nach, ob die Miekkari sich auch bewusst abschotten und nur in einzelnen Regionen andere Völker dulden, weil das eben so nötig ist oder ob sie einfach „ignorant“ vor sich hinleben. Da wäre es glatt mal reizvoll, einen religiösen Eiferer oder einen Revolutionär auf sie loszulassen. 🙂
    Auf die Seraphim bin ich schon sehr gespannt und ich kann gut verstehen, dass du sie dem Pöbel, also uns, entziehst.

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    1. Florian Born sagt:

      😀 danke fürs Verständnis

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