Das zerbrochene weiße Imperium – New World Project

Auszug aus Das Buch der tausend Völker
– Garin Beando

Wer vom weißen Imperium spricht, der sollte stets auf seine Worte achten, denn jenes Reich, das einst als solches bekannt war, existiert in dieser Form nicht. Was an seine Stelle getreten ist, ist eine Vielzahl an mehr oder weniger mächtigen Adeligen, die einander um die Herrschaft ebenjenes alten Imperiums bekämpfen. Doch wie ist es zu diesem Zustand gekommen, in dem das größte Reich der Seraphim sich heute befindet?

Bis zum letzten großen Krieg, den das weiße Imperium vor etwa 500 Jahren mit Terá-Miekka führte, war es eine einzige, gewaltige Nation, die auf bestem Wege war, die größten Teile der Inseln zu erobern. Durch ihren elementaren Vorteil im Kampf, den Angriff aus der Luft, konnten die Seraphim fast jeden Feind besiegen. Dies änderte sich allerdings rapide, als die Seanyi-Xoin gegründet wurden, die sich den Seraphim entgegenstellten. Dieser Elite-Einheit fiel auch der Weiße Imperator in einem fatalen Angriff der Kithari zum Opfer.

Ohne Herrscher

Man sollte meinen, dass ein solcher Verlust einem Reich von der Größe und Macht des weißen Imperiums nichts anhaben könnte. Das Schicksal meinte es allerdings nicht gut mit den Seraphim und so verstarb der damals noch junge Weiße Imperator im Feld und ließ seinem Reich weder einen Erben noch lebende Geschwister oder andere nähere Verwandte zurück. Die nächsten Verwandten waren Vettern und Basen zweiten Grades, jede und jeder mit geringem Anspruch auf den Thron.

Jene unter ihnen, die sich am ehesten im Recht wähnten, den Thron zu besteigen, machten dies in den Tagen nach dem Fall des Weißen Imperators bekannt und so bildeten sich zu Anfang drei Gruppen – jede mit beinahe gleich viel Macht. Das Haus Arzimel im hohen Norden führte die erste Gruppe, das Haus Ivriel im Zentrum des Reiches die zweite und das Haus Archun im Osten die dritte. Diese drei Häuser haben den größten Anspruch auf den Thron, was aber nicht bedeutet, dass sich nicht auch andere einmischten.

Ohne Ordnung

Natürlich, jene kleineren Häuser, die im Dienste der drei größten stehen, blieben ihren Lehnsherren treu. Doch gab es andere größere Häuser, die sich der Herrschaft dieser Häuser nicht beugen wollten und stattdessen entweder selbst nach dem Weißen Thron strebten, oder ihre eigenen Territorien vom Hauptreich abspalteten. Das einst vermutlich größte Reich der Inseln wurde so binnen weniger Monate in einen Bürgerkrieg gerissen. Nach etwa zehn Jahren hatte dieser das Reich völlig zerrissen.

Ein Seraph, bereit für den Kampf (Bild von Sozokureed)
Ein Seraph, bereit für den Kampf (Bild von Sozokureed)

Heute – rund 500 Jahre später – hat sich das einstige weiße Imperium noch immer nicht von diesem inneren Konflikt erholt. Im Gegenteil: Die verschiedenen Parteien sind heute weit stärker gegeneinander aufgebracht, als zum Beginn dieses Konflikts. Im Laufe der Jahrhunderte näherten sich die Häuser einander zwar hin und wieder an, die Ziele der einzelnen Parteien überwogen jede Möglichkeit auf Frieden jedoch letzten Endes immer.

Ohne Einheit

Die drei großen Häuser Arzimel, Ivriel und Archun teilen sich die Gebiete des weißen Imperiums weiterhin auf und versuchen hierbei entweder einander einen Vorteil abzuringen oder aber die Grenzen des alten Imperiums gegen jene Adelshäuser zu verteidigen, die sich einst vom Imperium abspalteten. Die drei Häuser regieren ihre Gebiete dabei aus drei verschiedenen Städten. Dies sind, im Norden, Nizié, im Zentrum, die ehemalige Hauptstadt Rezié und, im Osten, die Hängende Stadt.

Oft wird als vierte Hauptstadt der Seraphim noch Solzié im Süden genannt, die vom größten der souveränen Häuser, dem Haus Kadriex, kontrolliert wird. Dieses Haus war während dem Fall des Weißen Imperiums nicht mehr als ein verarmter Ritter mit seiner Familie. Über die Jahre hinweg konnte diese Familie durch geschickte Diplomatie und Intrigen allerdings weit genug im Rang aufsteigen um heute mit den drei großen Häusern konkurrieren zu können.

Ohne Zukunft?

Als wären die Konflikte im Inneren nicht groß genug, wissen auch die umliegenden Reiche um diese Schwäche der Seraphim und nutzen diese natürlich aus, indem sie die Grenzen des Weißen Imperiums immer wieder angreifen. Wäre nicht um den Luftvorteil der Seraphim, wären die Einbußen an Territorien für die Adelshäuser bedeutend größer, als sie es ohnehin sind. Menschen und Orks können allerdings zurückgehalten werden und die Miekkari haben wenig Interesse am Reich der Seraphim.

Inwiefern das Haus Kadriex sich in den nächsten Jahren verhalten wird, wird einiges bewirken. Schon jetzt haben sie gleich viel wenn nicht mehr Unterstützer als die drei alten Häuser und ihr Verlangen noch dem Thron des Weißen Imperators ist offenkundig. Klar ist lediglich, dass in nächster Zeit kein Friede in die Bruchstücke des Weißen Imperiums einkehren wird.


Wie angekündigt, hab ich die Entscheidungen für die Seraphim selbst getroffen und ich hoffe, dass mir das recht gut gelungen ist. Mir war einerseits wichtig, zu zeigen, wie edel und mächtig die Seraphim einst und zweitens, ihnen diese Macht zu nehmen, um ihnen die größten Vorteile gegen die anderen Völker zu nehmen. Ich hab mich dabei übrigens recht stark an den biblischen Engeln orientiert, weil ich das für diese Idee sehr stimmig fand. Die Namen der Städte hab ich aus dem Lateinischen übertragen.

Jetzt aber erstmal genug von den Seraphim und hin zum jüngsten Volk der Inseln: den Orks. Bei den Orks stehen euch wieder alle Möglochkeiten offen, da diese, neben den Kithari, das einzige Volk sind, das keine magischen Kräfte hat. Hier also wieder einmal meine Vorschläge, wie die Orks unserer Welt aussehen könnten.

Ich freu mich wie immer schon sehr auf eure Entscheidungen. Das Ergebnis kommt Montag Abend auf Facebook und Twitter. Und natürlich will ich wieder eure Vorschläge für unsere gemeinsame Welt einholen. Haut sie mir also unten in die Kommentare oder in das Vorschlags-Formular 😉

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Da muss ich ja nur ein Wort lesen und die Entscheidung ist gefallen. 😊 Die Seraphim gefallen mirübrigens ausnehmend gut. So in der Art hätte ich sie wohl auch gestaltet, an die Engel der Bibel angelehnt und ihnen eine abgewandelte GoT-Story angedichtet. Liest sich sehr stimmig. Danke dafür. 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Freut mich, dass sie Gefallen finden 😉

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  2. Beim Imperator musste ich an Star Wars denken. ^^ Die Seraphim sind ziemlich cool geworden, aber meine Lieblinge bleiben die Seanyi-Xoin. 😉
    So und jetzt zu den Orks, mit diesen dummen, hässlichen Kampfmaschinen konnte ich noch ja nie was anfangen, deswegen mal ein sehr unkonventioneller Vorschlag:
    Dadurch, dass die Orks keine Magie beherrschen, die Greifenreiter und auch sonst alle coolen Vorteile schon an die anderen Völker vergeben wurden, möchte ich, dass sie eine hoch entwickelte Technokratie sind. Sie können schon kriegerisch sein, aber ein Volk der Wissenschaftler und Denker, um so ihre militärischen und sonstigen Nachteile den anderen Völkern gegenüber zu kompensieren. Nicht extrem futuristisch Si-Fi-mäßig, sondern in Richtung Steampunk. Ich glaube, das würde sich gut in die Welt einfügen und ein technisch und wissenschaftlich geprägtes Volk gibt es bis jetzt ja noch nicht.

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    1. Florian Born sagt:

      Ich hoff auch drauf 😀

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