Die Orks von Jawal’Ang – New World Project

Auszug aus Das Buch der tausend Völker
– Garin Beando

Jawal’Ang ist eine Inselgruppe von zwölf Inseln, die von einem Windstrom im zentralen Gürtel der Welt gehalten wird. Diese Inselgruppe wurde seit Anbeginn der Geschichtsschreibung – und wird tatsächlich bis heute – von Orks beherrscht. Diese Orks von Jawal’Ang haben über lange Zeit in einem sehr losen Clansystem gelebt und waren mehr erpicht darauf, sich gegenseitig Territorien streitig zu machen, als nach außen zu blicken.

Dies änderte sich rapide als vor sechs Jahren Kess’Arem, der einstige Chef des Clans von Wen’Girak, begann, die Ork-Clans von Jawal’Ang unter einer gemeinsamen Flagge zu einen. Trotz diverser Konflikte gelang ihm dies recht bald, vor allem dadurch, dass sein Clan über viele Jahre hinweg die Beziehungen zu den anderen immer weiter verbesserte. Viele schuldeten ihm Gefallen und die anderen mussten sich bald seiner Stärke unterwerfen und ihn entweder als ihren Großkönig – ihren Falm’Urak – anerkennen, oder von ihm erledigt werden.

Technisch versiert

Aus ersichtlichen Gründen entschieden sich die Clans von Jawal’Ang für ersteres, denn auch wenn die Orks auf den Inseln oft einen recht negativen Stempel aufgedrückt bekommen, so sind sie weit klüger, als man ihnen zutrauen mag. Tasächlich sind gerade die Orks von Jawal’Ang eines der technisch fortgeschrittensten – wenn nicht sogar das fortgeschrittenste – der Inseln.

Während nämlich Menschen, Elben und Seraphim durch ihre Möglichkeit, die Gabe zu benutzen, und die Kithari durch ihr meist stark traditionelles Denken kaum Lust auf Fortschritt entwickeln, arbeiten die Orks gerade in diesem Bereich. Viele große Erfindungen, so zum Beispiel auch das Luftschiff, das von heißer Luft in Ballons durch die Himmel getragen wird, stammen aus den Händen der Orks von Jawal’Ang und wurden erst später von den anderen Völkern adaptiert.

Kampfbereit

Auch in Sachen Kriegsgerät haben die Orks von Jawal’Ang viele Entwicklungen geschaffen, die selbst mit den Fähigkeiten von Magiern mithalten können. Nun, da die Clans unter gemeinsamer Führung stehen, werden die Orks dieses Gerät mit Sicherheit auch gegen die anderen Völker einsetzen. Erste Schritte in dieser Richtung konnte ich bei meinem Besuch des Volkes schon feststellen.

Ein Ork-Stadt (Bild von Dylan-Cole)
Ein Ork-Stadt (Bild von Dylan-Cole)

Ich verbrachte etwa drei Monate im heißen Wüstensand und den vielen kleinen Oasen, die die Inseln von Jawal’Ang ausmachen. In dieser Zeit herrschte eine spürbare Spannung unter den Orks, die vermehrt damit beschäftigt waren, Waffen zu schmieden, Kriegsgerät zu bauen und Soldaten auszubilden. Kurz bevor ich Jawal’Ang verließ, konnte ich noch mitansehen wie die Hauptstreitmacht unter der Führung von Kess’Arem in mehreren Luftschiffen von den Inseln nach Norden aufbrach. Das Ziel der Orks konnte ich jedoch nicht feststellen, ihrer Richtung nach zu urteilen musste es sich dabei aber entweder um Terá-Miekka oder eines der kleineren Menschen-Reiche des Nordens handeln.

Ein starke Gemeinschaft

Was die Orks von Jawal’Ang aber vor allem anderen ausmacht, ist die ungewöhnliche Kultur. Durch die trockenen, heißen Gefilde leben sie hauptsächlich in sehr offenen Hallen, die eine hohe Windzirkulation erlauben. Ebenso offen sind auch ihre Gemüter und eine Form der Privatsphäre, wie die meisten anderen Völker sie handhaben, ist den Orks fremd. Stattdessen leben sie als große Gruppen, die sich um einander kümmern und auch das Anbandeln mit mehreren Partnern ist üblich.

Die Orks von Jawal’Ang sind generell ein sehr offenes Volk, zumindest untereinander. Externe werden eher skeptisch betrachtet und von vielen auch angefeindet. Dies liegt vermehrt daran, dass die Orks von den anderen Völkern oft belächelt oder gar verschmäht werden – was eben ihrer rohen Art und vor allem ihrem recht ungewöhnlichen Aussehen zuzuschreiben ist. In Standards der anderen Völker werden sie meist als hässlich betrachtet – gerade Elben und Seraphim blicken oft auf sie herab, während die Kithari noch am offensten für sie sind.

Eine ungewisse Zukunft

Der Grund für die offensive Außenpolitik, die sich nun unter der Herrschaft von Kess’Arem entwickelt hat, ist aber vermutlich eher die Tatsache, dass die Inseln von Jawal’Ang ein recht braches Land sind, wenn auch reich an Rohstoffen. Wenn man will, das die Speisekammern des eigenen Volkes weiterhin gefüllt werden, müssen die Orks zusätzliche Gebiete unter ihre Kontrolle bringen, Inseln also, die besser für Ackerbau und die Jagd geeignet sind, als die Wüsteninseln ihrer Heimat.

Deshalb auch der Zug gen Norden, von dem man weiß, dass sich dort recht reiche Inseln befinden. Es könnte also auch sein, dass sie gegen die Elben ziehen werden. Wie sie sich verhalten werden – gegen welches Volk sie also ziehen werden – wird sich noch zeigen.


Und damit wäre auch das letzte unserer fünf Völker mit einer ersten Kultur bedient, wenn auch einen Tag zu spät. Ich hoffe, ihr könnt die kleine Verspätung verzeihen 😉

Ich hab mich bei den Begriffen der Ork-Sprache übrigens am Suaheli orientiert, wenn auch stark abgewandelt. Die Wahl ist ja auf die Wüstenorks gefallen, aber ich dachte, es könnte trotzdem nicht schaden, ihnen einen kleinen Bonus zu geben und ihnen zumindest einen technologischen Vorsprung zu verpassen. Quasi hab ich also den ersten und zweiten Platz der letzten Umfrage ein wenig vermischt, aber ich glaube, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die nächsten paar Artikel des NWP werden übrigens mal ein wenig weg von den Völkern gehen und eher ein paar Details zur Welt selbst preisgeben. Konkret wird’s um die Themen aus der gleich folgenden gehen. Hier dürft ihr wählen, was euch am meisten interessiert, das behandel ich dann als erstes. Die anderen aber natürlich auch. Erst danach werd ich mich wieder auf ein paar Kulturen stürzen. Hier also mal die Umfrage:

Zu allen Themen, die ich da oben stehen habe, könnt ihr mir natürlich Ideen und Vorschläge in die Kommentare posten. Ich freu mich schon jetzt auf das Ergebnis und eure Ideen. Das Ergebnis der Umfrage kommt wie gewohnt am Montag Abend auf Facebook und Twitter (:

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Gerade, dass diese Orks technisch versiert sind, gefällt mir sehr gut. Das ist eine komplett andere „blickrichtung“ als üblich. nichts mit dummen, blutdürstigen Kreaturen, sondern Waffenschmiede und Baumeister. Blutrünstig dürfen sie im feldzug trotzdem sein, aber sie kämpfen mit Techno Know how.

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    1. Florian Born sagt:

      Ja, genau das war das Ziel 😉 dumme Orks kann jeder ^^

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      1. Wortman sagt:

        Meine sind so dumm 😆

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  2. Zeilenende sagt:

    Hmpfmpfgrmpf, die neuen Beiträge erscheinen gar nicht in meinem Reader. Böser Reader! *schimpf*

    Mir gefällt die Kombination aus den beiden Vorschlägen ausnehmend gut, die armen Kerle brauchen ja mehr, das sie auszeichnet als dass sie regelmäßig massenhaft Sand von den Fußabtretern fegen müssen. 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Entfollow und nochmal follow?
      Ja, irgendwas ham sie gebraucht 😉

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