Die unergründlichen Wege der Inseln – New World Project

Auszug aus Die scheinbar unergründlichen Wege der Inseln
– Irrika Ar’Sirak

Wie schon besprochen, sind die Wege der Inseln durch verschiedene Faktoren bestimmt. Wir Bewohner der Inseln haben darauf allerdings nur sehr geringen Einfluss und können die Gründe für die einzelnen Faktoren teilweise auch noch nicht wirklich festmachen. Hier aber noch einmal die wichtigsten Gründe zusammengefasst, damit Ihr sie für die nächsten Abschnitte dieses Buches noch einmal in Erinnerung habt.

Winde

Der erste und auch offensichtlichste Faktor für die Bewegungsmuster der Inseln sind die großen Luftströme, wie der zentrale Strom, der nördliche und der südliche Wirbel und der schwarze Wind. Diese führen eine große Zahl der Inseln auf bestimmten Wegen durch die Welt und aus diesen Strömen können die Inseln auch nicht ausbrechen, selbst wenn die Bewohner das wollten.

Einige dieser Ströme konnten wir – zur Erinnerung – bereits vermessen und können den Weg, den einige Inseln zurücklegen klar vorhersagen und in der Regel sogar vorherbestimmen, wo sich diese Inseln in bis zu fünf Jahren befinden werden, ein Faktum, das gerade für Handelsreisende viel Geld wert ist. Es gibt aber noch immer viele Winde, die wir nicht genau verorten können und die deshalb auch unerwartet auf die Inseln treffen und sie sehr oft aus ihrer Position reißen. Das ist auch der Grund, warum sämtliche großen Archipele sich in den bekannten großen Wirbeln oder Strömen aufhalten.

Die Form der Insel

Neben dem Wind bestimmt auch die Form der Inseln wie stark und in welche Richtung sie sich bewegt. Steilwände an bestimmten Punkten der Inseln nehmen den Wind sehr schnell und gut auf und dienen damit als eine Art Segel. In den großen Strömen wird man feststellen, dass stets die geeignetste Seite einer Insel gegen den Wind gewandt ist. Ein natürlicher Effekt, der schon in den Anfangstagen der Welt einsetzen musste.

Inseln im Strom der Lüfte (Bild von vennom07)
Inseln im Strom der Lüfte (Bild von vennom07)

Inseln, die in unsteteren Gefilden beheimatet sind, werden deshalb von den Bewohnern auch manchmal leicht angepasst, damit sie den Winden weniger Angiffsfläschen bieten. Manche wurden auch schon mit tatsächlichen Segeln und großen hölzernen Rudern modifiziert, um ihren Flug anpassen zu können. Die wenigsten trauen sich aber über diesen Schritt, da es nicht nur riskant ist, sondern auch ein enormes Wissen über die Inseln und deren Flugmechanik vorraussetzt. Amateuren wird von solchen Schritten deshalb stark abgeraten!

Magisches Feld

Faktor Nummer 3 – Ihr erinnert Euch – war das magische Feld, das jede Insel aufgrund der magischen Aufladung des Steins und der Erde, aus denen sie bestehen, umgibt. Dieses magische Feld ist jeder Insel zu eigen und unterscheidet sich vom magischen Feld jeder anderen Insel der Welt – so viel konnten Forscher verschiedenster Akademien bereits feststellen. Da die magischen Felder einander nicht kreuzen können, ergibt sich deshalb der bekannte Effekt, dass Inseln einander nicht rammen können, sondern einander abstoßen.

Wir wissen außerdem, dass das magische Feld sich mit der Größe der Insel auch weiter ausdehnt. Das geht – vermutlich – mit dem Effekt einher, dass Inseln und in seltenen Fällen auch Felsen erst ab einer gewissen Größe in der Lage dazu sind zu schweben. Inseln, die diese bestimmte Größe nicht erreichen, fallen vom Himmel wie Wasser oder Bewohner. Dennoch steigen die größten Inseln nicht ohne Auswirkung von außen einfach in den Himmel auf.

Unbekannter Faktor Nummer 4

Die Forschungen zum magischen Feld gehen momentan noch voran und ebenso die Forschungen zu einem vierten Faktor, den wir bisher noch nicht entschlüsselt haben, den man aber klar beobachten kann. Es ist nämlich tatsächlich der Fall, dass einige Inseln sich ohne Einwirkungen von außen in eine bestimmte Richtung bewegen. So konnte beispielsweise beobachtet werden, dass einige Inseln sich scheinbar gegen die Winde wehren, die auf die sie einwirken, und deshalb langsamer fliegen als sie sollten.

Andere Berichte zeugen davon, dass Inseln sich gänzlich ohne Winde bewegen, erkennbar daran, dass auf ihnen eine stetige Brise weht, was im Fall durch Bewegung durch Wind abschwellen, wenn nicht sogar enden sollte, da sich die ganze Insel in Windgeschwindigkeit bewegen sollte. Warum dies so ist, können wir nicht erklären.

Nun, da Ihr die Faktoren wieder in Erinnerung gerufen bekommen habt, können wir uns dem nächsten Thema zuwenden…


So viel also zu den Bewegungsmustern der Inseln. Ich hab mich hierzu an dem Werk von Irrika Al’Sirak bedient, einer großen Ork-Forscherin, die sich wie viele andere mit den Wegen der Inseln beschäftigt. Während das meiste logisch erklärbar ist, habe ich einen letzten Punkt offen lassen wollen, der für die Bewohner der Inseln ein Rätsel darstellt.

Euch will ich aber verraten, dass dies in der Entstehung der Welt von unserem rebellischen Gott bestimmt wurde – wenn auch nicht bewusst. Ich dachte, dass sich so ein kleines mystisches Element sich im Flug der Inseln gut machen würde. Ich hoffe, ihr stimmt mir hier zu. Außerdem bietet das wieder einen schönen Punkt, von dem aus man potentielle Geschichten starten könnte.

Kleiner Spoiler: Das nächste Mal gehts um die mächtigsten Kreaturen dieser Welt und dafür würde ich mir wirklich ein paar Vorschläge von eurer Seite wünschen. Welche Monster/Kreaturen/Wesen würdet ihr euch für die Inseln wünschen? Haut es mir in die Kommentare! Und Umfrage gibt’s diesmal keine, weil ich nicht wüsste, wozu 😀

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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Die mächtigste Kreatur der Inseln, puh … Fangen wir mal vorne an: Das Element Nr. 4 gefällt mir sehr gut, weil es Spielraum für alles mögliche lässt, sogar dass die „geltenden“ Gesetze über den Haufen geschmissen werden können. Damit eröffnest du wieder alle Möglichkeiten (Island Crash Race 🙂 ) und hast ein realistisches Element: Wir können uns unsere Welt auch nur erklären, wir wissen nicht, wie alles genau funktioniert und wahrscheinlich ist die Welt nicht vollständig erklärbar. Eine völlig durcherklärte Fantasywelt ist immer ein wenig steril.

    Greifen wir doch mal die Überlegungen zu den Inseln auf, um an unsere mächtigste Kreatur zu kommen. Die Inseln berühren sich nicht, damit unsere Kreatur aber mächtig ist, sollte sie einen möglichst großen Aktionsradius haben. Fliegen können allerdings schon die Seraphim … Vielleicht wäre Teleportation eine Option. Grausame Bestien, die Humanoide fressen und überall plötzlich auftauchen.
    Warum ist sie so mächtig? Ist sie wie der Drache hochgradig intelligent, gierig, grausam und stark? Die mächtigste Kreatur muss in jedem Fall ein Bedrohungspotential haben. Da die Physik der Inseln auch von ihrer Masse abhängt, würde ich mich an Bibern und Maulwürfen bedienen: Der Biber baut seine Burg und setzt damit Landschaften unter Wasser. Er baut die Natur so um, wie er sie gern hat, ohne böse Absicht, sondern einfach weil er einen angenehmen Lebensraum haben will.
    Die Inseln sind fliegende Erdhaufen, Maulwürfe graben sich durch Erde und verändern ihre Beschaffenheit. Im großen Stil gedacht müsste die Aktivität von Maulwürfen die Flugeigenschaften der Inseln modifizieren, wenn so ein Maulwurf einen Kanal quer durch die Insel grübe. Wenn die Insel genug durchlöchert ist, wer weiß, vielleicht sinkt sie langsam zu Boden?

    Teleporter, Biber oder Maulwürfe? Ich hoffe, für dich springt die ein oder andere Idee heraus. Und: Die neuen Beiträge erscheinen wieder im Reader. 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Fangen wir mal an 😀
      @Reader: whoo!
      @Inseln: ja ein wenig mystik kann nie schaden 😉
      @Maulwürfe und andere Monster: Ja, ein Wesen, das unwissentlich und auch nicht absichtlich die Inseln selbst in Gefahr bringt klingt sehr interessant. Aber auch der teleportierende Tod, vielleicht in einer Art Geister-Wesen, klingt auch äußerst verlockend. Es braucht aber auch Wesen, die die Lüfte unter ihrer Kontrolle haben und für fliegende Reisende eine Gefahr darstellen 🙂

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  2. Wortman sagt:

    Es gibt fast überall in den Welten, die sich in der Luft bewegen, große fliegende Kreaturen. Wenn Inseln im winde schweben, warum nicht auch riesige „Wale“, die Jagdt auf Luftschiffe oder auch über die Inseln fliegen um Beute zu machen?
    Das mit der Teleportation gefällt mir nicht so. So ein wesen kann überall auftauchen… mitten in den Dörfern, Luftschiffen oder Städten… die Bewohner hätten ja gar keine Chance zur Verteidigung. Zum Anderen, wie will man so etwas besiegen, was jederzeit überall hin teleportieren könnte?

    Das 4. Element gefällt mich auch sehr gut. Das lässt einiges an Spielereien offen.

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    1. Florian Born sagt:

      Ja, irgendwelche mächtigenn fliegenden Wesen werden schon ihren Weg auf die Inseln finden 😀

      Was die Teleportation betrifft, bin ich selbst noch unschlüssig, aber ich werd mir auf jeden Fall was überlegen 😀

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      1. Wortman sagt:

        Mächtige Wesen mit Flügeln kommen natürlich auch von Insel zu Insel… Sind die denn auch weitaus größer als die Bewohner?

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        1. Florian Born sagt:

          Das kann man ja noch überlegen. Größe allein deutet ja noch nicht unbedingt auf einen besonders starken Gegner hin. Vielleicht sind sie ja unheimlich schnell oder giftig 😉

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      2. Wortman sagt:

        Unheimlich schnell und giftig gefällt mir gut. So ein ähnliches Wesen habe ich mir auch mal ausgedacht 😉 Sie sind nicht mal einen Meter groß, können fliegen und ein kleiner Schwarm von ihnen frisst einen Menschen oder ein Tier in wenigen Minuten auf.
        https://brickfantasy.wordpress.com/2011/10/21/die-kryktha/

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        1. Florian Born sagt:

          Ja, da werden ein paar nette Tierchen entstehen 😀

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      3. Wortman sagt:

        Das hoffe ich doch 🙂

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