Was können eigentlich… Priester?

Charaktere in Fantasy und Science Fiction haben oft unglaubliche Fertigkeiten, die sie von allen anderem abheben, das zuvor schon da war. Sie geben ihnen Macht und Stärke, die sich mit keinem anderen – außer vielleicht ihresgleichen – messen kann. Doch was genau können sie und welche möglichen Schwächen haben sie? Ja… Was können eigentlich…

Priester?

Na gut, ich glaube, es sollte einigermaßen klar sein, dass ich hier nicht auf klassische christlich-katholische Priester verweise. Das passt nämlich erstens nicht wirklich zu dem Blog hier, geschweige denn zu dieser Reihe. Und zweitens sind die Kräfte dieser Priester nicht besonders aufregend und eher metaphorischer Art. Nein, ich spreche vielmehr von epischen Fantasy-Priestern.

Die sind nämlich weitaus cooler als ihr Name vermuten lässt. Gerade die Priester von Dämonen haben so zum Beispiel die Möglichkeit, die Kräfte ihres Gottes mit einem Inferno wie direkt aus den Pforten den Hölle zu entfachen. Manche können ihren Herrn im Kampf – nach bester Beschwörer-Manier – zu Hilfe rufen um gemeinsam mit ihm ihren Feinden einzuheizen.

Priester haben es aber nicht immer leicht, denn im Gegensatz zu Magiern sind sie von Kräften ihres Herrn abhängig und können nur das, was er ihnen ermöglicht. Wer also zum Beispiel der Diener eines gütigen Gottes ist, dem nichts mehr am Herzen liegt, als das Leben der Sterblichen, wird vermutlich rein auf heilende Fähigkeiten zurückgreifen können. Ganz im Gegensatz zum Diener eines mächtigen Kriegsgottes, der den Kampfgeist seiner Gefährten beflügeln können wird.

Palladin und Priester und eine epische Götter im Hintergrund (GoldenDaniel)
Palladin und Priester und eine epische Götter im Hintergrund (GoldenDaniel)

Allen gemein – von den Dienern hinterlistiger Dämonen vielleicht mal abgesehen – ist ihre Rolle in der Welt. Die ist in der Regel unterstützender Natur. Keinen von ihnen wird man in den vordersten Schlachtreihen finden. Sie werden für die Moral einer Armee zuständig sein, für die heilenden Tätigkeiten oder auch dafür, den Hieben ihrer schwer bewaffneten Partner den richtigen Wumms zu geben.

Ganz stimmt das aber auch nicht, denn schließlich gibt es immer noch die Palladine. Diese Heldenkrieger haben ihr Leben zwar dem Dienst eines Gottes verschrieben, sehen sich aber als dessen Schwertarm in der Welt der Sterblichen und können seine Kräfte im Nutzen. Im Gegensatz zu den Priestern findet man sie tatsächlich blutbespritzt in den vordersten Schlachtreihen.

Sie haben dabei zwar weniger spirituelle Einsicht als die Priester, sind für die Armee eines Gottes-Staates aber umso wichtiger, da sie eine wichtige Quelle von Moral für die Soldaten darstellen. Ein wenig der göttlichen Kräfte können sie im Kampf aber durchaus einsetzen, wenn auch eher für ihren eigenen Schutz denn für die anderen.

Für beide – egal ob nun die schwertschwingende oder die predigende Art von Priester – gilt aber: Ihre Kraft steht und fällt mit der Macht des Gottes oder des Dämons, dem sie dienen. Je mächtiger ihr Herr/ihre Herrin, desto mächtiger werden auch sie sein. Und man vergesse natürlich nicht die politische Macht, die so ein Priestertum meist mit sich bringt.


Wie steht ihr zu den Fantasy-Priestern? Cool, uncool? Hinterlasst mir doch einen Kommentar (:

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Diese Priester sind cool. Selbst die, welche auf der Seite des Lichts wandeln. Palladine gehören einfach dazu. Ohne sie wären so manche Fantasykriege schlecht ausgegangen 😉

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    1. Florian Born sagt:

      Mir fallen hierzu auch automatisch die mächtigen Krieger der Space Marines aus Warhammer 40k ein 😀

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  2. Zeilenende sagt:

    Priester, Barden, Kleriker und Paladine … Alles Gesocks! Heldenklassen, mit denen ich nicht viel anfangen kann. In den meisten Rollenspielen finde ich sie zu sehr auf Support ausgelegt, als dass es Spaß machen würde, sie zu spielen. Da sie auf die Gnade ihres Gottes angewiesen sind, bieten sie zudem nur wenig Potential zur Charakterentwicklung, weil sie treu bleiben müssen, um nicht vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens zu stehen. Im Gegensatz zu realen Priestern können sie noch nicht einmal ein Doppelleben entwickeln, weil die Fantasygötter ja doch alles sehen. Von der Inplaylogik machen Priester durchaus Sinn, als Supporting Characters bringen sie Farbe in die Welt, aber sobald sie zum Heldencder Geschichte werden, ist mMn alles aus.

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    1. Florian Born sagt:

      Ja, als Hauptcharas geben sie wirklich nicht viel her. Interessant wärs aber, könnte man als Priester einfach mal so seinen Gott wechseln und damti auch die Kräfte 😉

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  3. Carmilla DeWinter sagt:

    Hm. Da ich nicht rollenspiele, begegnen mir solche Priester*innen eher selten. So auf den ersten Blick scheinen sie jetzt auch nicht wirklich das zu sein, was eine gute Hauptfigur abgibt, da muss ich Zeilenende zustimmen. Wobei. Wenn ich ein bisschen dran drehe und a la Terry Pratchett die Macht der Gottheit abhängig mache von dem Glauben, den die Leute allgemein und die Priester im besonderen ihr entgegenbringen … (falls jemand die Idee brauchen kann, bitte sehr.)
    Meine bisher erschienenen Gottesdiener*innen und die entsprechenden Palladine dienen dagegen nur manchmal freiwillig bestimmten Gottheiten, die auch noch durch Abwesenheit glänzen bzw. nur gelegentlich Visionen schicken, was doch sehr viel mehr hergibt.

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    1. Florian Born sagt:

      Lustig, aber die Idee hat schon jemand gebraucht 😀 Pierre Grimbert hat genau auf diesem Prinzip seine Magier-Krieger-Götter-Reihe aufgebaut. Da ist das Verhältnis zwischen Göttern und Menschen gegenseitig: Die Götter brauchen den Glauben der Menschen als Antrieb und die Menschen erhalten dafür Wudner und sowas als Gegenwert.

      Und natürlich: Die inaktiven Götter sind doch ein wesentlich schöneres Stilelement als die aktiven, einfach deshalb, weil man einen schönen Konflikt darum aufbauen kann, dass die einen daran glauben, die anderen nicht. In einer Welt, in der die Existenz von Göttern feststeht, fällt das weg 🙂

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      1. Carmilla DeWinter sagt:

        Frau lernt doch immer was dazu. Außerdem: der Beweis, dass Menschen unabhängig voneinander ähnliche Ideen haben können.

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