Ein elbischer Krieg aus den Schatten – New World Project

Aus Das Buch der tausend Völker
– Garin Beando

Wie schon im Vorfeld erklärt, sind die Elben ein politisch äußerst gespaltenes Volk. Nach außen hin wird der Anschein gewahrt, die einzelnen kleineren Könige, die Tiari, würden an einem Strang ziehen. In Wahrheit jedoch kämpfen die Tiari mehr gegeneinander als gegen jeden möglichen Feind von außen. Doch nicht nur die Tiari erschweren die politische Situation der Elben.

Neben den Tiari gibt es eine Gruppe von unabhängigen Elben, namens Bai Eíri. Dabei handelt es sich um eine radikale Gruppe von Elben, die es sich zum Ziel gemacht haben, die elbischen Inseln vom Adel zu befreien, der in ihren Augen zu wenig für das Wohl des Volkes unternimmt und zu sehr auf die eigenen Ziele eingeschossen ist.

Große Ziele

Im Gegensatz dazu versuchen die Bai Eíri ein gemeinsames Elbenvolk zu etablieren, in dem das einfache Volk im Zentrum der Macht steht. Während ihre Ziele dabei durchaus nobel wirken – nimm die Macht von den Reichen und gib sie den Armen –, können ihre Methoden als durchaus fragwürdig eingestuft wirken. Um das Volk an die Macht zu bringen, verfolgen sie die Strategie, diese Macht direkt vom Adel zu nehmen – mit Gewalt.

Die Bai Eíri - Jäger der Nacht (Bild von Aikurisu)
Die Bai Eíri – Jäger der Nacht (Bild von Aikurisu)

Dadurch kommt es zu dem Effekt, dass die Rebellen als sehr radikale Gesetzesbrecher verkauft werden können, die auch dem einfachen Volk an die Gurgel wollen. Das nutzt der Adel auf den Inseln, auf denen die Bai Eíri besonders aktiv sind, natürlich stark aus. Mir sind auf meinen Reisen allerdings nie Fälle zu Ohren gekommen, in denen ein Angriff auf einfache Bürger durch Attentäter der Bai Eíri tatsächlich bewiesen werden konnte.

Große Nachteile

Die radikale Vorgehensweise der Bai Eíri lässt sich aber leicht erklären. Sie stehen vor der Schwierigkeit – soweit ich es zumindest erkennen konnte –, dass sie im Gegensatz zum Adel über kaum Ressaurcen verfügen, um militärische Kräfte anzuheuern. Sämtliche Anhänger der Gruppierung sind dies aus rein ideologischen Gründen, während die Tiari oft über reichlich Kapital verfügen. Ein offener Krieg würde die Bai Eíri demnach viel zu schnell ausbrennen. Einzige Lösung ist somit ein Krieg in den Schatten.

Hinzu kommt, dass die Elben ein stark männlich dominiertes Volk sind, die Rebellen aber von Frauen aus dem niederen Adel oder gar dem einfachen Volk angeführt werden. Es ist dadurch recht schwer für die Bai Eíri, Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden. Ein Vorteil ergibt sich aber daraus, dass die Assassininnen meist unterschätzt werden. Auch wenn sich die Frage stellt, wie lange das noch der Fall sein wird.

Große Erfolge

Gerade in den Anfangstagen ihrer Aktivitäten konnten sich die Bai Eíri noch versteckt halten, doch seitdem sind mehrere Jahre ins Land gezogen und die Rebellinnen konnten schon mehr als einen Erfolg verbuchen. Unter anderem gelang es ihnen, zwei Tiari mitsamt derer Thronfolger und fast der kompletten Verwandschaft zu entmachten – und teilweise auch zu enthaupten – und deren Inseln unter die eigene Kontrolle zu bringen.

Gnadenlos in ihren Methoden (Bild von Skyrion)
Gnadenlos in ihren Methoden (Bild von Skyrion)

Den anderen Tiari ist das natürlich nicht entgangen und so versuchen sie, gegen die Bai Eíri vorzugehen – wenn auch nur mit mäßigem Erfolg. Die Rebellion wird weitergeführt. Vorfälle von ermorderten Adeligen treten auf immer mehr von Elben beherrschaften Inseln auf und immer mehr Elben aus dem einfachen Volk, zu großer Zahl Frauen doch auch verstärkt Männer, schließen sich der Rebellion aus den Schatten an. Ob sich diese jedoch auch gegen die mächtigen Könige des grünen Archipels wird behaupten können, muss sich erst zeigen.


Eine feministisch geführte Rebellion innerhalb eines ohnehin zersplitterten Volkes, die gänzlich aus den Schatten heraus agiert? Here you go 😀

Ich hoffe, euch gefallen die Bai Eíri. Der Name ist aus dem Irischen hergeleitet, basierend auf den Wörtern für weiblich und Rebellion. Stilistisch – es mag aufgefallen sein – hab ich mich ein wenig vom Krieg der Templer und Assassinen in Assassin’s Creed inspirieren lassen, doch wird der hier vor den Augen des Volkes ausgeführt. Auf jeden Fall gibt’s bei den Elben jetzt sogar noch mehr Konfliktpotentiel, als eh schon da ist.

Das nächste Mal geht’s wieder mal um die Kithari, aber leider muss ich euch auch hier eine Umfrage vorenthalten, da beim letzten Mal Gleichstand herrschte und ich mich spontan für das Kaiserreich Terá-Miekka entschieden hab. Deshalb kommen nächste Woche die gleichplatzierten Gottesstaat-Katzen an die Reihe. Vorschläge sind aber natürlich immer willkommen 😉

Advertisements

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    …Eine feministisch geführte Rebellion innerhalb eines ohnehin zersplitterten Volkes, die gänzlich aus den Schatten heraus agiert?…

    Gerade DAS finde ich sehr interessant. In einer Männerdomäne sind Frauen die Anführer einer Rebellengruppe und/oder -armee. Das gibt Zündstoff in alle richtungen und hat genug Potenzial für ausbaubare Geschichten. Da solltest du dran bleiben.

    Ich habe so etwas ähnliches geschaffen:
    „Das Reich hatte schon immer eine hohe Frauenrate und so blieb es nicht aus, dass auch Frauen in der Kriegskunst unterrichtet wurden. Viele der Frauen wurden vom König in den Ritterstand erhoben. In anderen Ländern wurden diese Ritterinnen angefeindet, da dort immer noch der Glaube herrschte, nur Männer könnten Schlachten schlagen.“
    (Das Land Venturien)

    Gefällt mir

    1. Florian Born sagt:

      Dein Twist gefällt mir wirklich auch sehr gut.
      Das Lob hierbei geht übrigens an meine bessere Hälfte. Die hatte den Gedanken schon beim ersten Elben-Artikel und die musste ich einfach verwenden. So viel Potential, so viel Konflikt. Herrlich! 🙂

      Gefällt mir

      1. Wortman sagt:

        Dankeschön 🙂
        Dann gib das Lob auch mal weiter 🙂

        Gefällt 1 Person

  2. Zeilenende sagt:

    Schönschönschön. *ist in seiner Kommentierfähigkeit von Artikel zu Artikel eingeschränkter*

    Gefällt mir

    1. Florian Born sagt:

      Wie soll ich denn das verstehen? 😀

      Gefällt mir

      1. Zeilenende sagt:

        Dass ich anhand meiner Kommentare zum NWP massiven zerebralen Abbau meinerseits diagnostizieren muss. Verstärkt um die Tatsache, dass ich in diesem Kommentar schon 20 Fehler … 21 … korrigieren musste. Das war also ein kurzes Lebenszeichen als Symbol meiner Wertschätzung des dieswöchigen Artikels und ein Eingeständnis meines Unvermögens, es mit der gebührenden Eloquenz vorzunehmen … Puh … Jetzt hast du mich gefordert!

        Gefällt mir

        1. Florian Born sagt:

          Und ich hab schon gedacht, ich würd alles blockieren, was kommentierwürdig ist 😀

          Gefällt mir

Sagt mir eure Meinung!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s