Die schwebende See: Exkursionsprotokoll #NWP

Auszüge aus dem Exkursionsprotokoll der ersten Miekkari-Exkursion zur schwebenden See
– Akia Serrona

6. Winterend 1183 – Sen Yaghi

Aufbruch in wenigen Stunden. Die Einheit Seanyi Xoin hat bereits Stellung bezogen. Mir war bis dato nicht bewusst, wie wichtig dem Kaiser diese Expedition war. Die Anwesenheit eines Regiments seiner persönlichen Leibgarde spricht allerdings für sich. Es ist der erste wirkliche Vorstoß über die Reichsgrenzen hinaus seit etwa 60 Jahren. Kein Wunder so gesehen, dass er will, dass diese Expedition erfolgreich wird. Wird sie es nicht, kann er sich der Unterstützung aus den provinzialen Gebieten nicht sicher sein.

Der Rest der Besatzung besteht aus meinen Kollegen von der Akademie, sowie der Schiffsbesatzung. Der Kapitän ist kompetent aber ungehobelt. Ich hoffe, es gibt keine Probleme mit ihm oder seinen Männern. Notfalls haben wir die Garde der Greifenreiterinnen.

20. Winterend 1183 – Leerer Himmel

Bisher keine Komplikationen. Die Besatzung verhält sich ruhig. Kein Kontakt mit anderen Schiffen bisher. Wir nähern uns Himmel, der von Orks kontrolliert wird. Sie haben die besseren Luftschiffe als die Menschen aus den Grafschaften des Nordens, die wir für diesen Auftrag angeheuert haben und sind nicht auf Magier angewiesen. Ich beneide sie ein wenig dafür…

23. Winterend 1183 – Leerer Himmel

Wir wurden von einem orkischen Spähschiff attackiert. Die Seanyi Xoin konnten den Angriff abwehren, ehe er überhaupt beginnen konnte. Keine Verluste auf unserer Seite. Das Spähschiff ist gefallen. Keine Chance darauf, dass sie diesen Fall lebend überstehen könnten. Es wird nicht der einzige Zwischenfall auf dem Weg zur Schwebenden See bleiben, vermutet der Kapitän. Ich hoffe, er irrt sich.

5. Bywyrden 1183 – Hafen von Erewen

Gestern Abend konnten wir den Hafen von Erewen erreichen, einen Stützpunkt des Kaiserreichs jenseits des Einflussbereichs der Orks. Hier herrscht rege Betreibsamkeit. Viele Händler diverser Menschenreiche, sogar einige Elben sind uns über den Weg gelaufen. Wir bleiben hier für einige Tage, füllen Wasser, Essen und Moral auf. Gerade letztere ist bei der Mannschaft schon etwas angeschlagen. Insgesamt 5 Mal sind wir von orkischen Schiffen angegriffen worden, ehe wir den sicheren Hafen erreichten.

Der gefährlichste Teil unserer Reise ist damit aber hoffentlich zu Ende. 4 Greifenreiterinnen haben wir verloren auf der Reise. Zu viele. Uns trennen – soweit die Karten, die wir vor der Reise erstanden haben, und vor allem die vorrausgesagten Wege darauf akurat sind – noch etwa zwei Wochen Reise von der schwebenden See.

19. Bywyrden 1183 – Leerer Himmel

Laut den Karten hätten wir die schwebende See nun schon erreichen müssen. Mit den guten Winverhältnissen hätte es sogar noch schneller sein können. Weit und breit ist aber noch immer keine Sicht von ihr. Nicht mal Schiffe der legendären blauen Ritter konnten wir ausmachen.

24. Bywyrden 1183 – Leerer Himmel

Es ist soweit! Am Horizont konnte ein Schiffsjunge eine große blaue Masse ausmachen. Leider haben sich nun aber Wolken vor den Orizont geschoben. Wir werden wohl doch noch Geduld beweisen müssen.

24. Bywyrden 1183 – Leerer Himmel (zweiter Eintrag)

Die Wolken haben sich zum Sturm verdichtet. Das Schiff hält sich bisher wacker. Die Besatzung schafft es aber nur mit Müh und Not, es auf Kurs zu halten. Sie meinen, sie würden zu steigen versuchen, bei dem Druck durch den Regen und den Sturm könnte sich das aber als schwierig erweisen.

24. Bywyrden 1183 – Leerer Himmel (dritter Eintrag)

Wir sind dem Sturm nach oben entflohen. Vor und unter uns breitet sich ein Wolkenmeer aus. In weiter Ferne ein Anblick, den zu sehen ich teilweise schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatte. Die schwebende See, eine riesige Wassermasse, geformt wie ein großer Elipsoid ist weit vor uns. Laut dem Kapitän erreichen wir sie morgen. Er ist aber zögerlich, weiß nicht wo er anlegen soll. Er sagt seine Magier brauchen eine Pause, sonst stürzen wir vom Himmel. Einer ist bei dem Sturm ums Leben gekommen, wurde von einer Böh erfasst und von Bord geschleudert. Ich hoffe, es findet sich eine kleinere Insel in der Nähe der See.

25. Bywyrden 1183 – Schwebende See

Hinter der schwebenden See gab es mehrere kleinere Inseln. Sie ragen halb aus der See heraus, sind scheinbar mit ihr verbunden. Das Schiff konnte dort anlegen. Alles scheint verlassen. Wir beginnen morgen mit den Untersuchungen, sobald das Lager errichtet ist.

Ein Blick auf die schwebende See (Bild von fear-sAs)
Ein Blick auf die schwebende See (Bild von fear-sAs)

17. Cynjen 1183 – Erster Posten von Terá-Miekka an der Schwebenden See

Ich weiß nicht, was geschehen ist. Die Besatzung des Schiffes, die Seanyi-Xoin bis auf eine, sowie sämtliche Wissenschaftler, sind getötet worden. Es waren Klingen im Spiel. Mehr kann ich nicht sagen. Zumidnest nicht mit Sicherheit. Ich vermute die blauen Ritter – wer auch immer sie sind. Die Greifenreiterin schicke ich nach dem Vollenden dieser Zeilen zurück zur Hauptstadt. Sie wird dem Kaiser alles berichten, was geschah. Auch, was wir hier entdeckt haben.


Ich weiß, das war leider nur ein kleiner Teil einer ganzen Geschichte, die erzählenswert scheint, aber die Schwebende See soll ein Mysterium bleiben, genauso wie die blauen Ritter, die sie vor dem Rest der Welt beschützen und ihre Gründe dafür. Vielleicht werden sie ja mal an anderer Stelle offenbart werden.

Ein paar zusätzliche Infos:
– Die schwebende See kann durch die schiere Masse an Wasser sowie die Verbindung mit den Inseln in ihr in der Luft gehalten werden. Es befindet sich ausreichend magische Energie in ihr.
– Die Monate auf den Inseln dauern jeweils 28 Tage und entsprechen damit dem Mondzyklus. Die Geschichte der Expedition spielt binnen 3 Monaten. Mehr dazu in einem anderen Artikel.
– Die Jahreszahl 1183 gilt nach miekkanischer Rechnung. Das Jahr null war die Gründung des Kaiserreichs. Andere Reiche verwenden selbstredend andere Zeitrechnungen. Auch dazu mehr in bereits genanntem Artikel.

Ich würde mich natürlich freuen, eure Ideen zu den blauen Rittern und zur schwebenden See zu hören. Was glaubt ihr sind sie und was sind ihre Motive? Warum wollen sie die See schützen? Haut mir alles in die Kommentare! Oh, und einen guten Start ins neue Jahr 😉

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Ich wünsche dir auch zunächst einen guten Start ins neue Jahr, sonst vergesse ich das glatt. Als alter Fan von Seefahrer- und Abenteuergeschichten habe ich diesen Blogbeitrag besonders genossen, auch wenn er nur ein kleiner Ausschnitt ist. Ich mag diese Berichte in Tage- oder Logbuchform. Aber du hast uns ja zu Spekulatius aufgefordert, also tue ich dir den Gefallen … Halt, es war Spekulation. Offenbar weihnachtliche Folgeschäden:
    Die schwebende See könnte ein Stück des Weltenbodens sein. Wir haben die Theorie, dass auch dort unten noch ein Volk lebt, nicht vom Tisch geräumt. Wenn es zur Magie fähig ist, hat es vielleicht mit der schwebenden See ein Experiment gestartet, um zu sehen, was dort oben ist. Für die Bewohner der Oberfläche ist es eine Art ISS. Und wer weiß, wenn die xenophob genug veranlagt sind, halten sie die Himmelsbewohner für gefährliche Raubtiere, nicht mehr, die man abschlachten muss. Die Theorie ist ein wenig dünn, ich weiß, aber so steht es nunmal im Drehbuch, weil mir nichts besseres einfällt, ich die Theorie aber schöner finde, als irgendeinen Kult einzuführen. 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Ich finde die Idee wirklich nicht schlecht… Die See kann von Ihnen in die Welt und in deren Herz befindet sich die Basis eines Volkes, das aus irgendeinem Grund vom Grund aus geflohen ist. Vielleicht vor einer Gefahr…

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  2. Wortman sagt:

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein frohes und gesundes neues Jahr.

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  3. Wortman sagt:

    Die Greifenreiterinnen und eine Seanyi-Xoin haben überlebt… und der Erzähler. Wo war der denn beim Angriff? Da alle getötet wurden, stellt sich mir die Frage, sind die Reiterinnen so genial oder haben sie sich eher versteckt, dass sie einzig überlebt haben? 😉

    Der See schwebt also in Raum und Zeit, wenn ich das richtig verstehe. Das bedeutetja auch, wenn da so viel Energiue drin ist, muss das Wasser etwas besonderes sein. Ewiges Leben, Unsterblichkeit, Kraft, Erhöhung von Magie etc. Das sind ausreichend Gründe, den See zu beschützen. Die Reiter sind ein Wächtervolk, die dieses Wasser zu beschützen versuchen.

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    1. Florian Born sagt:

      Nein, da hast du was falsch verstanden. Die seanyi-xoin sind die Greifenreiterinnen und von denen hat nur eine einzige überlebt. Die und die Erzählerin. Wo die war geht aus dem Protokoll nicht hervor. Wahrscheinlich hat sie sich irgendwo verkrochen.
      Wasser mit besonderen Kräften wäre ein guter Grune, es zu schützen. Vielleicht verstärkt die magischen Fähigkeiten des Besuchers…

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      1. Wortman sagt:

        Die könnte sich tatsächlich versteckt haben…
        Das dieses Wasser „Fähigkeiten“ hat, wäre zumindest eine gute Grundlage.

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