Die zweite Schlacht von Deriviel 1174 #NWP

Auszug aus Schlachtruf: Schlachtenprotokolle des letzten Jahrhunderts
– von Enedil Darient

Will man den Krieg verstehen, der die meiste Zeit latent in den Reihen der Elben wütet, so muss man den Wahn des spitzohrigen Volkes um das Grüne Archipel und dessen Reichtümer verstehen. Das Grüne Archipel ist die fruchtbarste Region der Inseln, da es vor vielen Jahrhunderten – Vermutungen legen nahe, dass dies schon vor Beginn der miekkarischen Zählweise der Fall war – mit magischer Energie aufgeladen wurde, wodurch die Pflanzen bedeutend schneller wachsen als in allen anderen Flecken der Inseln.

Vor allem eine der Hauptinseln des Grünen Archipels – Deriviel – wurde in den letzten Jahren immer wieder zum Kernpunkt dieses Streits. Vor allem zwei Tiari haben ihr Hauptaugenmerk auf diese Insel gelegt. Wegen der vielen Flussläufe und der ausgedehnten Weideflächen ist sie zum Ziel der beiden Elbenkönige und sehr oft Austragungsort von Schlachten geworden.

Die wenigsten davon sind mehr als kleinere Scharmützel. In jüngerer Zeit gab es jedoch zwei großer Schlachten auf der Insel, die wirklich nennenswert sind. In beiden – die beide binnen des Jahres 1174 mZ. ausgetragen wurden – versuchte Tiar Weldor, Tiar Sendiren von der Insel zu vertreiben und diese unter sein eigenes Banner zu bringen.

Am 12. Cynjen 1174 mZ. landete ein Regiment unter dem Banner Weldors an der Ostkante Deriviels und drang von dort aus, versteckt durch eine größere Waldlinie bis zur größten Festung der Insel vor, die lediglich von einer kleinen Garnison gehalten wurde. Das Regiment – angeführt vom Kampfmagier Asdrik Elleveren – überrannte die Garnison, ehe diese um Unterstützung anhalten konnte und nahm die Festung.

Nach der Schlacht... (Bild von LordHayabusa357)
Nach der Schlacht… (Bild von LordHayabusa357)

Von diesem Standort aus breiteten sie sich langsam aber sicher über die gesamte Insel aus. Zivilisten wurden – so sagen Aufzeichnungen beider Parteien – weitestgehend geschont. Nachdem die Südhälfte der Insel an Weldor gefallen war, mobilisierte Sendiren eine große Zahl seiner Streitkräfte im Norden – wobei er auch Unterstützung von anderen Inseln anforderte. Von dort aus marschierte er mit einer Armee von etwa 12000 Mann gegen die Besatzer. Die waren der Überzahl an Angreifern unterlegen und mussten sich nach der ersten Schlacht um Deriviel in diesem Jahr am 24. Tiwelen bis an die Südkante zurückdrängen lassen.

Dort hielten sie eine kleinere Burg nahe des Dorfes Severik und harrten der belagernden Armee. Nur dank des Regiments Magier unter Elleveren konnten sie die Burg lange genug halten, um den Feind zu beschäftigen.

Während der sich ganz auf die Besatzer an der Südkante konzentrierte, landeten mehrere Regimenter an der Nordkante Deriviels, die von Sendiren völlig vernachlässigt wurde. Mit einer Armee von etwa 9000 Mann – ein großer Teil davon Lanbogenschützen – fielen sie in den Rücken des Feindes und konnten viele Soldaten niedermähen, ehe diese auch nur die Gefahr erahnten, die ihnen drohte.

Der 3. Sommerend 1174 sollte als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem der Tiar Sendiren panisch vor den einfallenden Angreifern unter dem Kommando von Tiar Weldor floh. Er und seine Leibgarde schlugen sich durch die Massen und ließen die restlichen Soldaten schutzlos zurück, die nun von beiden Seiten – Schützen und Kavallerie auf der einen und Magier auf der anderen – niedergemacht wurden.

Er konnte sich in einem nahegelegenen Waldstück verschanzen. Berichten von Tiar Weldors Historikern zufolge verfolgte man ihn, verlor jedoch seine Spur, weshalb die Verfolgung aufgegeben wurde.

Drei Tage später – 6. Sommerend – tauchte eine vermummte Gestalt vor den Toren von Weldors Stützpunkt auf Deriviel auf. Jene Burg, die vor drei Tagen noch belagert wurde. Die Gestalt war in schwarzes Gewand gekleidet und trug ein unbekanntes Banner auf der Brust. Sie hielt einen Beutel in Händen, den sie mithilfe eines magischen Kraftstoßes über die Mauern schleuderte. Sie hielt noch kurz inne und verbarg sich dann vor den Blicken der Soldaten. Als der Beutel geöffnet wurde, fanden die Wachen den abgeschnittenen Kopf von Tiar Sendiren zu ihren Füßen.

Der Tag: 6. Sommerend 1174 mZ. Das erste Mal, dass die Bai Eíri sich offen gegen einen Tiar gewandt hatten, der Beginn eines Krieges aus den Schatten, der die Elben in eine neue Ära führen sollte.


Ach, wie gut, dass es jetzt endlich eine vernünftige Zeitrechnung gibt. Dadurch können solche Vorgänge wie Schlachten einfach viel leichter dargestellt werden. Wie ihr seht, habe ich die zweite von Deriviel gleich mitgenutzt, um die Vorgänge der Bai Eíri zu beschreiben, die den Konflikt zwischen zwei Tiari geschickt zu ihrem Vorteil ausgenutzt haben. Das Haus Sendiren war übrigens auch das erste, dass die Assassinen vom Antlitz der Inseln getilgt haben.

Als nächstes soll es um Astronomie gehen. Dazu möchte ich natürlich wie immer eure Ideen und Vorschläge einholen. Was könnte ihr euch vorstellen, glauben die Bewohner, hinter dem Himmel zu wissen? Und wie könntet ihr euch vorstellen, geht der Krieg der Bai Eíri gegen die Tiari weiter? Haut es mir in die Kommentare!

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