Mal ein bisschen Mainstream: Drei Bücher, die ich euch ans Herz legen will

Ungefähr so wie zu Listicles stehe ich auch zum Thema Buch-Favoriten und Vorschläge und allem was dazu gehört. Dennoch möchte ich euch diesen Phanwelten-Dienstag drei Bücher ans Herz legen, einfach um mal zu wissen, wie das so ist, wie ein Mainstream-Blog zu sein. Also aus mit dem Vorgeplänkel und ab zu meinen Vorschlägen für eure Leseliste.

Ich wünscht, ich hätte so eine Bibliothek... (Bild von kinght-of-sand)
Ich wünschte, ich hätte so eine Bibliothek… (Bild von kinght-of-sand)

Die Stadt der träumenden Bücher

Wer auf deutschsprachige Fantasy steht, der sollte an Walter Moers‘ fiktivem Kontinent Zamonien eigentlich nicht vorbeikommen. Für alle, die es nicht kennen: Bei Zamonien handelt es sich um einen von uns Menschen weitestgehend unerforschten Kontinent aus der Feder von Walter Moers. Das Hauptwerk dieser lose verknüpften Reihe an Büchern ist „Die Stadt der Träumenden Bücher“, die Moers für den zamonischen Autor Hildegunst von Mythenmetz ins Deutsche übersetzen durfte.

Die Stadt der Träumenden Bücher handelt von Hildegunst von Mythenmetz‘ Reise in eine Stadt, die in ihrer Gänze dem Lesen gewidmet ist. Jeder zweite Laden darin ist entweder ein Antiquariat oder ein Lese-Café und es gibt kaum eine Zeile, die in einem nicht den Wunsch erwecken wird, Hildegunsts Reise nachzuvollziehen und ebenfalls in diese wunderbare Stadt zu reisen.

3 Gründe, es zu lesen

  1. Die Beschreibungen von Walter Moers sind atemberaubend. Er schafft es, Klänge, Gerüche und Geräusch in deinen Kopf zu projezieren.
  2. Die Liebe zu Büchern, die darin vermittelt wird, wird das Herz eines jeden Lesers höher schlagen lassen.
  3. Die Geschöpfe, die Zamonien beleben, scheinen direkt aus dem Kopf eines Kindes zu entstammen und bringen uns alle in die Zeit zurück, als für uns Werwölfe, Wolpertinger und Vampire zum Alltag gehörten. Ach, wem mach ich was vor? Das tun sie ja jetzt auch noch.

Nightangel-Trilogie

Von der Fröhlichkeit eines Walter Moers zu einem der underratetsten – ja, ich behaupte einfach mal, das wäre ein Wort – Epen, gegenwärtiger Fantasy, die ich in meinem Regal stehen habe. Brent Weeks führt uns in seiner Nightangel-Trilogie in eine Welt, die er in diesen drei Büchern nicht einmal ansatzweise in ihrer Gänze präsentiert. Stattdessen bekommen wir einen brutalen, kurzen Ausschnitt aus dieser vor die Nase gehalten, der nur Lust auf mehr macht.

Ich muss gestehen, dass ich das Buch, als ich es erstmals gelesen habe, mit ziemlicher Sicherheit nicht komplett verstanden habe – war da aber noch jünger und schieb das jetzt auch einfach mal als Ausrede vor. So viele Story-Stränge, die sich umeinander ranken und einen letztlich mit einem der tragischsten Enden zurücklassen, dass ich kenne und einen trotzdem nicht enttäuschen.

Erneut 3 Gründe:

  1. Brent Weeks‘ Stil ist in meinen Augen einfach großartig. Er schreibt schnell, dynamisch und kräftig und verliert dabei nie seine Charaktere aus den Augen. So, wie es sich in der Fantasy eben gehört.
  2. Die Welt ist so viel größer als die Geschichte, die in ihr spielt und man spürt regelrecht, dass Weeks die Geschichte in die Welt geführt und nicht letztere um erstere herum gebaut hat. Es ist ein Ausschnitt, der einfach nur Lust auf mehr macht.
  3. Die Dramaturgie, die er erschafft für seine Geschichte, hat mich aus den Socken geworfen und ebenso deren Komplexität, denn während alles noch in relativ kleinem Rahmen anfängt, sollte man es später nicht mehr wagen, unaufmerksam zu sein. Sonst steigt man viel zu schnell aus.

Die Avatar-Comic-Sequels

Abschließend noch eine Empfehlung für Fans der Cartoon-Serie Avatar – The Last Airbender. Die Macher der Serie haben nämlich eine Reihe von Comics herausgegeben, die den Bogen der ersten Serie auf deren Nachfolgerin The Legend of Korra schlagen. Dabei erzählen sie drei neue Geschichten rund um Aang und seine Freunde und beantworten gleichzeitig eine Frage, die in der Serie offengelassen wurde:

Was zur verdammten Hölle ist jetzt eigentlich mit Zukos Mutter?!?!?!?!?!???!?!?!?

Und zum dritten Mal 3 Gründe:

  1. Die Originalschöpfer der Animationsserie waren an den Comics beteiligt und gaben den Zeichnern und dem Autor eine Menge an Tipps mit auf den Weg. Eben deshalb erwarten euch Geschichten, die sich wunderbar in das restliche Avatar-Universum integrieren.
  2. Der Zeichenstil unterscheidet sich zwar leicht von dem der Serie, bringt deren Charme aber dennoch wunderbar zu Papier und lässt alles ein wenig so wirken, wie aus einem Studio-Ghibli-Film (Chihiros Reise ins Zauberland, Das wandelnde Schloss, Mein Nachbar Totoro usw.).
  3. Zukos Mutter!!! Mehr muss ich eigentlich nicht sagen. Fans erfahren endlich, was mit ihr passiert!!!

Gut, ich bin fertig mit meiner Eskalation und mit dem Mainstream. Aber sagt mir unbedingt, ob ihr die Bücher kennt und wie sie euch gefallen, und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Lesetipps für mich übrig. Wie immer: Hauts mir in die Kommentare. Ich freu mich drüber ^-^

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7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Wie lustig, ich habe gerade mit einer Besprechung von Moers Schrecksenmeister begonnen (den ich vor vier Wochen oder so ausgelesen habe *hust*). Ich kann dir bei den Punkten, die für ihn sprechen, bedenkenlos zustimmen. Ich möchte sogar unterstreichen, dass „Die Stadt der träumenden Bücher“ der beste der vier Zamonien-Romane ist, die ich von ihm kenne (Rumo und das Labyrinth der träumenden Bücher fehlt mir noch).

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    1. Florian Born sagt:

      Hab das Buch schon 2 mal gelesen und bin beide Male einfach aus dem Socken gehauen worden 🙂
      Der Schrecksenmeister ist auch wunderbar. + ich krieg Hunger wenn ich nur an das Buch denke ^^

      Gefällt 1 Person

  2. Habe sowohl „Stadt der träumenden Bücher“ als auch „Schrecksenmeister“ gelesen und war von beiden Büchern sehr begeistert. Ich liebe Hildegunst von Mythenmetz. Was für ein Name für einen Lindwurm! Da hat Moers hervorragende Arbeit geleistet, auch mit der Erfindung der gesamten Welt Zamonien. Ach, was gebe ich für eine Erkenntnuss!
    Allerdings hat „Labyrinth der träumenden Bücher“ keine so guten Kritiken geerntet.

    „…‘Jeder kann schreiben‘, sagte er. ‚Es gibt welche, die können ein bisschen besser schreiben als die anderen – die nennt man Schriftsteller. Dann gibt es welche, die besser schreiben können als die Schriftsteller. Die nennt man Dichter. Und dann gibt es noch Dichter, die besser schreiben können als andere Dichter. Für die hat man noch keinen Namen gefunden…“.

    Kann es sein, dass Deine Kommentarfunktion nur mit Log-in möglich ist? Eingabe der Daten reicht nicht aus. 😦

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    1. Florian Born sagt:

      Muss ich schauen 🙂

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    2. Florian Born sagt:

      Normalerweise sollte Eingabe von Name und Mail ausreichen.

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  3. „Ungefähr so wie zu Listicles stehe ich auch zum Thema Buch-Favoriten“ – Ich bin froh, dass du dich trotzdem für so einen Beitrag entschieden hast. Ich bekomme nämlich ganz gerne Empfehlungen vom Fantasy-Blogger meines Vertrauens! 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Florian Born sagt:

      Das ist aber lieb ^~^

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