Handbuch der Greifenaufzucht – New World Project

Auszug aus Handbuch der Greifenzucht
von Eia Ayeko

Einer der wichtigsten Punkt in der Ausbildung einer Seanyi-Xoin ist die korrekte Aufzucht des eigenen Greifen. Dies muss von der späteren Reiterin selbstständig durchgeführt werden, um die Beziehung zwischen Reiterin und Greif zu verbessern. Ein wilder Greif, oder einer, der seine Reiterin nicht gewohnt ist, wird niemals einen solch harmonischen Flug ermöglichen, wie einer, der perfekt mit der Reiterin harmoniert.

Deshalb werden Rekruten in diesem ersten Teil ihrer Ausbildung sich vor allem mit der Aufzucht von Greifen beschäftigen. Dabei sind folgende Schritte zu beachten, die im späteren Teil dieses Werks natürlich noch wesentlich genauer behandelt werden.

1. Korrektes Schlüpfen

Der erste Schritt zur gesunden Aufzucht eines Reittiers beginnt mit einem korrekten Brüten und Schlüpfen. Das Greifenei wird dazu in einer relativ engen Umgebung aufbewahrt werden, zwischen kleineren Ästen und Federn. Die Greifenmutter wird die Eier selbstständig wärmen. Sobald ein Ei bereit zum Schlüpfen ist, wird eine Rekrutin herbeigeholt werden, die beim Durchbrechen der Schale anwesend sein muss. Ihr Gesicht, ihr Geruch, ihre Atmung, ihre Stimme; all diese Aspekte müssen zu den ersten Dingen zählen, die ein junger Greif von Welt wahrnimmt. Nur so kann vorrausgesetzt werden, dass Reiterin und Greif in Zukunft harmonieren.

2. Korrekte Ernährung und Aufzucht

Die ersten drei Lebensmonate wird das Greifenkücken bei der Mutter verbringen und mit deren Milch aufgezogen. Die Rekrutin ist dabei verpflichtet, das Nest immer wieder aufzusuchen und Kontakt mit ihrem Kücken zu haben. Ab dem dritten Lebensmonat kann sie beginnen, das Jungtier auch mit rohem Fleisch zu füttern. Anfangs nur kleine Happen, bis zum sechsten Lebensmonat sollte das Fleisch aber die Muttermilch komplett ersetzen.

Wilde Greife sind schwerer auszubilden (Bild von pyroenigma)
Wilde Greife sind schwerer auszubilden (Bild von pyroenigma)

3. Korrekte Abkoppelung vom Muttertier

Nach der Absetzung von Muttermilch wird das Kücken auch immer öfter von der Mutter getrennt werden. Die Rekrutin wird deren Position als Bezugsperson übernehmen. Das Füttern und die Pflege des Jungtiers sind allein durch sie zu erfolgen. Das soll so weit gehen, dass letzten Endes – nach etwa einem Jahr – die Mutter des Greifen nur noch eine passive Rolle übernehmen wird. Damit ist das Tier auch bereit für die ersten Flugversuche.

4. Korrekte Flugstunden

Die ersten Flüge wird das Jungtier nach etwa einem Jahr absolvieren – allein wohlgemerkt. Beim ersten Flug wird es dabei zum Rand der Insel gebracht. Die Rekrutin an seiner Seite. Dort muss es über die Kante gestoßen werden. In jedem Fall wird es sich im Fall fangen und selbstständig zu fliegen beginnen. Anfangs noch holprig, doch es wird besser werden.

Im späteren Verlauf wird das Jungtier Begleitflüge mit ausgebildeten Greifen durchführen. Die Rekrutin fliegt dabei am Sattel einer Ausbilderin mit und bleibt somit nahe am Jungtier. Erst, wenn der Greif eine ausreichende Größe erreicht hat, wird die Reiterin auf seinem Rücken Platz nehmen und gemeinsam mit ihm fliegen. Von hier an wird auch eine Ausbildung in Formation und in Angriffsflügen erfolgen. Stets Reiterin und Greif gemeinsam.

Werden all diese Schritte korrekt durchgeführt – und vor allem, ist die Bindung zwischen Reiterin und Greif korrekt angewachsen, steht einer Karriere bei Seanyi-Xoin normalerweise nichts mehr im Wege. Nun jedoch zu den genauen Aspekten der Aufzucht…


Noch ein paar Gedanken zur Greifenaufzucht: Ich hab mich dabei recht stark an der Ausbildung von den fliegenden Na’vi aus „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ inspirieren lassen, aber man kann auch ein paar Aspekte aus Eragon darin erkennen. Auf jeden Fall hoffe ich, dass ich euch die Greifen-Reiterinnen ein wenig näherbringen konnte und dass sie von den simplen Kriegerinnen zu etwas größerem geworden sind.

Jetzt noch eine kurze Vorschau auf nächste Woche: Es wird wieder ein wenig historischer. Genauer: Es geht um die Gründe der Abspaltung Toricantes von deren Mutterstaat und darum, wie diese Abspaltung vonstatten ging. Falls ihr Gedanken dazu oder auch zur Greifnaufzucht habt, haut sie mir in die Kommentare!

  • Ich hätte gern eure Fragen zum NWP. Was interessiert euch generell? Wo hättet ihr gern mehr Details zu den Inseln? Auch das, rein in die Kommentare! Ich freu mich über jedes einzelne 😉
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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Da hast du dir ein interessantes Thema vorgenommen und gut umgesetzt.
    In den meisten Geschichten werden die Tiere immer nur ausgewachsen dargestellt.

    Mich interessiert am meisten der schwebende See. 😀

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    1. Florian Born sagt:

      Also zurück zur schwebenden See 🙂

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