Über die Unabhängigkeit Toricantes – New World Project

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Auszug aus Einführung in die Geschichte Toricantes
Delia Efridano

In den letzten fünfzig Jahren hat sich Toricante von einer Provinz des Königreichs Relandon zur wichtigsten Handelsstadt der Inseln empor geschwungen. Dies geschah nicht spontan, sondern war die Folge der Aktionen dreier wichtiger Familien in der Geschichte der Stadt und des Königreichs, zu dem Toricante noch vor wenigen Jahren gehörte. Damit sind sie in wesentlicher Hinsicht dafür verantwortlich, dass sich die Stadt von seinem Herren lossagte.

Die Häuser Cin, Marieta und Ronporto waren seit über hundert Jahren die stärksten politischen und wirtschaftlichen Einflussnehmer in Toricante und sind bis heute die Leiter der drei großen Bankenhäuser der Stadt. Toricante selbst war bis 1132 mZ. Teil des Königreichs Relandon, eine Tatsache, die den Bewohnern der Handelsstadt weit weniger zusagte als dem restlichen Königreich.

Grund dafür war, dass die Herren der Stadt die auferlegten Steuern an das Königreich zu zahlen hatten, jedoch nur wenig im Gegenzug bekommen. Das klassische Prinzip „Steuern gegen Schutz“ wurde von Relandon in militärischer Hinsicht zwar angewandt, jedoch nur, wenn es darum ging, die Stadt selbst vor äußeren Einflüssen zu schützen. Tatsächlich konnte Toricante in der ganzen Zeit, als es von Relandon beherrscht wurde, kein einziges Mal eingenommen werden. Nicht mal zur Zeit der großen Orkkriege im 11. Jahrhundert.

Toricante war jedoch schon immer eine Handelsstadt gewesen. Die kleine Insel hatte so gut wie keine eigenen Rohstoffe, die abgebaut werden konnten und auch die landwirtschaftlichen Erzeugnisse reichten gerade einmal aus, um die Stadt selbst zu versorgen. Auch in diesem Bereich mussten nicht wenige Güter von anderen Inseln importiert werden.

Ein sonnenbeschienener Marktplatz. Ein grimmiger Krieger sieht sich um. Digital Art.
Eine freie Stadt, ein freier Marktplatz (Bild von Fetsch)

Die wichtigste Einnahmequelle für Toricante war damit der Handel. Seit der Gründung der Stadt schickte man Händler aus mit Schiffen aus, die Rohstoffe und Nahrungsmittel nach Hause bringen sollte. Daraus entwickelte sich der wichtigste wirtschaftliche Pfeiler, auf dem Stadt heute ruht, die Sacri. Die wandernden Händler machten sich bald einen Namen und wurden ebenso bald auch zum militärischen Ziel und zum Ziel für Vagabunden und Piraten.

Während Relandon die Stadt Toricante nun zwar schützte – und dies sogar sehr gut machte –, waren die Sacri auf ihren Reisen mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Vor allem in Kriegszeiten waren sie vielfach Opfer von Angriffen geworden. Als der Stadtrat von Toricante, auch unter der Herrschaft durch Relandon ein Unikum, den König aber um Schutz für die Sacri bat, wurden sie harsch von diesem abgewiesen und als wäre das nicht schlimm genug, verlangte das Reich, als das nächste Mal die königlichen Steuereintreiber vor den Toren der Stadt, die gewohnten Steuern, obwohl die städtischen Einnahmen durch die Angriffe auf die Händler enorm gefallen waren.

Die drei großen Häuser der Stadt, Cin, Marieta und Ronporto, hatten nach einem großen Ausfall an Einnahmen für die Stadt und im gleichen Atemzug durch den Verlust für ihre Kreditinstitute, genug von der Scheinheiligkeit des Königreichs. „Sie können nicht von uns verlangen, Steuern zu zahlen, wenn sie es nicht schaffen, ihre Bewohner zu schützen. Ich sage, wir erklären die Unabhängigkeit Toricantes!“ So wird Endon Cin bei einer Versammlung des Stadtrates zitiert. Ein Zitat das zum radikalen Umbruch für die Stadt und das Königreich führen sollte.

Die Häuser Ronporo und Marieta stellten sich sofort an die Seite Cins und nur Wochen darauf folgte der restliche Stadtrat. Man hatte durchkalkuliert, dass, wenn die Steuern an das Reich wegfielen, weit mehr Budget für die Sacri und die Stadt selbst bliebe, wodurch man die Schiffe der Händler und auch die Stadt besser schützen könne und gleichzeitig die Wirtschaftskraft der Stadt ankurbeln könne.

Trotz einiger weniger Gegenstimmen im Stadtrat sagte sich Toricante deshalb im Jahre 1132 mZ. vom Königreich Relandon los, erklärte seine Unabhängigkeit und kappte sämtliche politischen Bindungen mit anderen Reichen. Sehr zum Unmut von König Severin IV, der jedoch nichts dagegen unternehmen konnte, weder politisch noch militärisch. Er war zu stark damit beschäftigt seine Territorien im Süden gegen mehrere Orkstämme und im Westen gegen einen Elbenfürsten zu schützen.

Als die Gefahren in diesen gebannt waren, hatte Toricante aber schon eine Söldnerarmee angeheuert, die allein im Dienste des Stadtrats stand. Den Soldaten des Königreichs wurde ein Ultimatum gestellt. Entweder sie würden sich den Söldnern anschließen und gleich bezahlt werden wie sie, die Stadt umgehend verlassen oder sterben. Unnötig zu erwähnen, dass sich kein einziger für die dritte Möglichkeit entschied.

Ein Teil der geschaffenen Söldnerarmee wurde abgestellt, die Sacri auf den Handelsreisen zu begleiten, um diese vor dem Zorn Relandons zu schützen. Damit waren sie in den meisten Fällen erfolgreich.

Heute hat sich Rage Relandons gegen Toricante gelegt. Der jetzige König hat die Wichtigkeit Toricantes als Handelspartner anerkannt und mit ihm der Rest der Welt. Dennoch unternimmt das Reich immer wieder Versuche, die Stadt wieder einzugliedern. Meist mit politischen und wirtschaftlichen Bevorzugnissen. Nur ein Vorfall eines militärischen Zugs kam nach dem Tod von Severin IV vor.


Toricante ist unabhängig! Yay! Ich hoffe, die Erklärung macht Sinn 🙂

Bei weiteren Vorschlägen und Fragen wisst ihr ohnehin, wohin die kommen. (In die Kommentare 😉 )

Das nächste Mal würde ich mich gern auf die Ingenieure der südlichen Ork-Stämme konzentrieren. Zur Erinnerung: Die Orks von Jawal’Ang. Wenn es Vorschläge gibt, dann haut sie mir in die Kommentare 😉

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