Warum Fantasy-Buchverfilmungen furchtbar sind und was man stattdessen machen sollte

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Ich finde Fantasy-Buch-Verfilmungen furchtbar. Ist so. Kein besonders nettes Statement, aber eine Tatsache. Heißt nicht, dass ich Fantasy-Filme furchtbar finde. Ganz im Gegenteil. Ich liebe (gute) Fantasy-Filme und Serien. Wir haben bei weitem nicht genug davon. Vor allem welche mit der Top-Qualität, die das Genre verdient. Aber mein Herz schlägt nicht nur für die Fantasy in Film und TV, sondern in jeder ihrer Ausprägungsformen. Sie war meine erste große Liebe unter den Genres der Phantastik und das wird sich auch nie ändern. Aber genau hier liegt der Hund begraben.

Weil ich die Fantasy in all ihren Darstellungen so sehr liebe, kann ich einfach nicht mit ansehen, wie sie verschwendet wird. „Was meint der mit verschwendet!?“, werdet ihr jetzt schreien. „So können die Geschichten aus den Büchern doch von viel mehr Menschen gesehen werden. Ihnen wird eine Ehre zuteil!“

Da habt ihr nicht Unrecht. Ja, durch Buchverfilmungen werden die großartigen Geschichten, die wir alle so lieben noch mehr Menschen zuteil. Und das ist auch gut. Prinzipiell. Das Problem dabei ist, dass die Übersetzung von Buch auf Film nicht funktioniert. Gar nicht. Und das ist auch der erste und gleichzeitig wichtigste Punkt bei der Beantwortung der Frage, warum Fantasy-Buchverfilmungen furchtbar sind.

1. Die Übersetzung

Was meine ich mit der Übersetzung? Konkret, dass Buch und Film – die jedes für sich genommen wunderbare Darstellungsformen für eine Geschichte sein können – sich stark unterscheiden. Fällt jetzt erstmal unter die Kategorie „No shit, Sherlock?!“, aber die Aussage wird vielschichtiger, macht euch keine Sorgen.

Wir haben einerseits das geschriebene Wort und andererseits das bewegte Bild und das gesprochene Wort. Das Buch bedient sich in all seiner Erzählkunst ersterem und schafft damit Bilder im Kopf des Lesers. Dabei gibt es stilistische Unterschiede, die je nach Situation angewandt werden und aus denen kann man ein paar Grundbausteine festmachen. Die wichtigsten 5 für mich:

  • Szenische und Charakter-Beschreibungen
  • Dialoge
  • Gedanken und Emotionen
  • Beschreibungen von Aktionen und Taten
  • Fakten-Erzählungen

Natürlich gibt es noch mehr, aber ich belass es jetzt einfach mal bei diesen fünf. Jeder von ihnen erfüllt seine Aufgabe und keiner ist wichtiger als ein anderer.

Ein Theater voller Menschen. Der Vorhang ist nicht gelüftet.
(Bild von Eneada)

Wenn wir versuchen, ein Buch in einen Film zu übersetzen, müssen wir jeden der Bausteine berücksichtigen. Wir können und wollen ja keinen Teil des Grundwerks ignorieren. Dialoge, Umgebung, Geschehnisse, Gefühle und Hintergründe wollen beachtet werden. Dabei machen sich die Unterscheide zwischen Film und Buch bemerkbar und die Schwierigkeiten, die eine Übersetzung bedeutet. Auf die einzelnen Bausteien angewandt:

  • Dialoge können sehr leicht übersetzt werden und im Film sogar besser dargestellt werden als im Buch. Logisch. Darsteller können mehr Emotionen, mehr Intentionen und Charakter in Worte legen, als es in einem Buch möglich wäre. Zumindest gute Darsteller. Besteht ein Buch nur aus Dialogen, wird es sogar von der Verfilmung profitieren. Nennt man dann auch Drehbuch. Problem: Romane bestehen nicht nur aus Dialogen, sondern auch aus

  • Beschreibungen von Aktionen und Taten. Auch die können noch relativ gut übersetzt werden und sogar davon profitieren. Über einen Schwertkampf zu lesen hat schließlich weitaus weniger Dynamik, als einen mitanzusehen. Wenn mehrere Dinge gleichzeitig geschehen, kann das aber schonmal ein wenig hektisch werden. Die Fantasy erschwert diesen Prozess hier sogar noch.
    Das liegt daran, dass Fantasy eben nicht nur aus Taten besteht, die wir sehen können. Zum Beispiel, „Der Mann geht durch die Tür“. Stattdessen arbeitet die Fantasy stark mit dem Nicht-Sichtbaren. Mit anderen Worten: Magie erschwert die Übersetzung oft enorm. Um etwas im Film darzustellen, muss man es schließlich sehen oder hören können. Ein Angriff eines Magiers auf den Geist seines Kontrahenten ist im Film dementsprechend schwer wiederzuspiegeln und kann nur in den seltensten Fällen die Komplexität des Angriffs im Buch zeigen, vor allem weil Magie in Büchern wesentlich weniger mit visuellen und akustischen Reizen arbeitet als jene in Filmen.
    Ähnliches gilt für

  • Szenische und Charakter-Beschreibungen. Auch die können von der Übersetzung zum Film profitieren, in vielerlei Hinsicht. Geräusche und Szenen zu hören und sehen ist schließlich fast ein wenig besser, als nur darüber zu lesen. Leider haben wir Menschen mehr als nur diese beiden Sinne. Wenn ich also ein Gefühl, einen Geruch oder einen Geschmack wiederspiegeln möchte, dann muss ich das meist mithilfe eines Charakters geschehen lassen. Zum Beispiel mit einem Geräusch des Wohlgeschmacks oder einer gerümpften Nase.
    Hinzu kommt wieder das Surreale der Fantasy. Wie stelle ich Farben dar, die es in echt nicht gibt – wie es zum Beispiel in Momo oder der Scheibenwelt geschieht. Antwort: gar nicht. Wie stelle das unterschwellige Gefühl von Gefahr dar, das einen Raum beseelt. Klar. Mit Musik kann ich den Effekt erzeugen. Wenn es aber darum geht, dass ein Raum nur so überquillt vor lauter magischer Energie – die aber eigentlich nicht sichtbar ist –, wird es für den Regisseur schon ziemlich knifflig. Tricksen geht, aber das Wahre ist das auch nicht. Wir kennen das Problem auch von

  • Fakten-Erzählungen, die ja nicht gerade einen kleinen Teil der Fantasy – sofern gut gemacht und schön komplex – ausmachen. Wenn ich in einem Film erklären möchte, wie der König von Königreich A den von Königreich B vor 30 Jahren gestürzt hat, dann jedoch mit beiden Reichen ins Kaiserreich V integriert wurde, dann muss ich das von einem Charakter oder einem Erzähler überbringen lassen. Je komplexer eine Geschichte, desto langatmiger können sich solche Passagen in einem Film gestalten. Und bevor das passiert, lassen wir das langweilige Zeug einfach weg. Gleiches gilt in letzter Konsequenz für

  • Gedanken und Emotionen. Auch die können bis zu einem gewissen Grad in Gespräche und Mimik verpackt werden. Aber eben nicht alles. Und ehe wir uns versehen, geht schon wieder ein großer Teil unserer Geschichte verloren.

All diese Übersetzungsschwierigkeiten sind es, die zu den vielen verständlichen aber doch ärgerlichen Änderungen und Weglassungen führen, sollten unsere geliebten Bücher einmal verfilmt werden. Da wird dann eben nicht erklärt, wie der eine Kerl eigentlich an die Macht kam oder warum seine Schwester jetzt das Attentat überlebt hat. Und keine Sau weiß, dass der Assassine ein Messer im Stiefel hat, bis er es zieht, auch wenn das schon vorher dreimal wichtig war. Und der Kampf zwischen den beiden Magiern verläuft einfach mal komplett anders, als im Buch, weil die Magie so nicht auf Leinwand gebannt werden konnte.

All das ist ärgerlich aber eben bis zu einem gewissen Grad noch verständlich. Gleiches gilt für Punkt 2.

2. Der Umfang

Der Umfang eines Romans ist bedeutend größer als der eines Films. Einen 800-Seiten-Roman in seiner Gänze in einen Film zu übersetzen, funktioniert eben einfach nicht. Serien sind da schon besser. Aber auch hier muss oft ausgespart werden, können manchmal nicht alle wunderbaren Nebenstränge angeführt werden. Auch hier will ich nicht sagen, dass das prinzipiell schlecht ist. Es ist anders. Aber wenn wir Bücher-Fans eines nicht ausstehen können, dann sind es Änderungen an Geschichten, die wir lieben.

Aber man kann eben niemandem die Schuld geben, da wir auch hier vor einer Änderung stehen, die der Übersetzung von Buch zu Film zu Schulde kommt. Leider. Es kann eben nicht jeder Film die Länge eines LotR 3 im Extended Cut haben. Knappe 4 Stunden also. Funktioniert leider einfach nicht. Das lässt sich für Punkt 3 aber nicht mehr sagen.

3. Unverständliche Änderungen von Studios

Es gibt nämlich einfach schwachsinnige Änderungen von Charakteren, Szenen, Orten und Geschehnissen, die nicht der Übersetzung angedichtet werden können. Dass Dumbledore im vierten Harry Potter Film herumbrüllt, werden Fans wahrscheinlich nie verzeihen. Einfach, weil es aus der Logik der Bücher heraus keinen Sinn macht. Nicht im geringsten. Und letzten Endes sind es ja auch wirklich diese Dinge, die uns wirklich wütend machen.

Die und miserable Besetzungen. Wer auch immer auf die kam, Brandon Fraser würde einen guten Mo abgeben, gehört aber auch verprügelt.

Und aus diesen Gründen finde ich, dass Fantasy-Buch-Verfilmungen furchtbar sind. Noch schlimmer sogar als Verfilmungen von Büchern ohne oder mit wenigen phantastischen Elementen, da sie oft noch viel stärker unter Übersetzungfehlern zu leiden haben, als andere Bücher.

Änderungen müssen nicht schlecht sein

Natürlich, Änderungen müssen nicht aus Prinzip schlecht sein. Manche Änderungen können sogar der Geschichte dienen. Das Problem ist aber, dass eine Geschichte hergenommen wird und dann wird daran herumgedoktort, auch wenn eigentlich nichts Falsches an ihr war. Egal, ob diese Änderungen nun wegen erschwerter Übersetzung oder einem hyperaktiven Regisseur aufkamen. Filmemacher nehmen sich einfach das Recht heraus, eine Geschichte hernehmen zu können und darin herumzupfuschen.

Und das verstehe ich nicht.

Womit haben sie sich dieses Recht verdient? Warum dürfen die sagen: „Ich verfilm jetzt dieses Buch da und mach was ganz anderes draus!“ Wirklich! Warum? Vor allem, da wir ja mit absoluter Klarheit sagen können, dass die Übersetzung von Buch auf Film in den meisten Fällen einfach nicht funktioniert.

Aber ich hab doch geschrieben, ich bin der Meinung, wir bräuchten mehr gute Fantasy-Filme, werdet ihr euch denken. Ja, hab ich, und ich steh auch dazu. Ich erklär auch gern, wie ich mir das vorstelle und so abgedreht ist das gar nicht.

Neuer Scheiß

Muss ich eigentlich noch etwas zu dieser Zwischenüberschrift hinzufügen? Eigentlich nicht. Die sagt alles.

Macht neuen Scheiß, Leute. Schreibt neue Geschichten, neue Welten und neue Charaktere. Spart euch die Scherereien mit der Übersetzung, von der wir ja eh wissen, dass sie nicht funktionieren wird. Ein Film muss ja nicht per se weniger magisch, phantastisch, episch oder surreal sein als ein Buch. Er funktioniert nur eben auf ganz anderen Gesetzen als Bücher.

Er ist visueller, er ist unmittelbarer und kann auch wesentlich härter sein. Das sind die Dinge, die einen Film ausmachen und die sich, richtig genutzt, zu einer unheimlich tiefgehenden Fantasy-Erzählung zusammenfügen lassen. In der Science Fiction funktionierts ja auch.

Geht es um den Kampf von Magiern, so kann man sich einfach im Magie-System schon viel stärker auf die optisch-akustische Komponente konzentrieren. Die Intrigen und Hintergründe können wunderbar in Rückblenden oder eigens dafür geschriebenen Szenen erzählt werden. Das Surreale kann einfach durch Kamera-Effekte oder durch visuelle Spielereien dargestellt werden. Das funktioniert. Terry Gilliam hat das in „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ gezeigt.

Auch Animes, Comics und Videospiele zeigen uns schon seit Jahren, dass sie großartige Welten und Geschichten bannen können. Warum also nicht Filme und Serien? Also bitte hört auf, zu versuchen, die Geschichten aus Büchern zu Filmen zu machen. Das funktioniert einfach nicht, weil es der Geschichte nicht gerecht werden kann.

Finanzielles Risiko

Natürlich, werden jetzt einige sagen, ein eigenständiger Fantasy-Film ist ein verflucht großer Aufwand und ein monetäres Risiko. Verfilmt man eine bekannte, erfolgreiche Geschichte, hat man wenigstens eine gewisse Absicherung. Weil wir Fans werden ihn uns ansehen. Weil wir schon aus Prinzip nichts dazu lernen und scheinbar durch die Bank einen Hang zum Masochismus aufweisen.

Aber seid ihr schonmal auf die Idee gekommen, einfach eine Welt zu übernehmen und eine neue Geschichte in diese einzubetten? Ein Prequel? Ein Sequel? Ein Spin-Off? Könnte nicht nur funktionieren, sondern wird auch schon gemacht. Das bisher gesehene Material zu Fantastic Beasts und dem kommenden Assassin’s Creed Film zeigen, dass das funktionieren kann. Vor allem aus folgendem Grund:

Wir Fans von Welten wollen nicht nochmal die gleiche Geschichte aufs neue durchgekaut bekommen – nur eben enttäuschend. Wir wollen neue Geschichten in den Welten, die wir kennen. Und wenn dann noch ein oder zweimal auf bekannte Gesichter oder Stränge hingewiesen wird, dann sind wir absolut zufrieden. Wirklich. Wir ticken so.

Außerdem können Buch und Film dann sogar voneinander profitieren. Und das wollen doch beide, oder?

Und wenn ihr schon der Meinung seid, dass ihr dieses Buch unbedingt verfilmen müsst, dann hört auf den Typ bzw. die Typin der/die diese Welt erschaffen. Also den Autor. Der kennt sich am besten aus. Und wenn der sagt: „Ich hätte gern diesen Regisseur.“ Und dieser Regisseur sagt: „Ja, geil, bin dabei.“ Dann nehmt den verfickten Regisseur, der die Welt laut dem Autor am besten auf Film bannen kann.

Danke.


Uff. Doch recht lang geworden. Allen, die es bis hierher geschafft haben, ein herzliches Danke und eine Entschuldigung. Das war viel Info für einen normalen Blogpost. Aber das war ein Thema, das mir schon lange im Kopf rumspukte und endlich mal rausmusste.

Hier noch eine kleine Anmerkung, die beim Haupttext nicht reinpasste und sich deshalb hier ans Ende kuscheln darf: Ich hab bewusst nur über Bücher geschrieben und deren Übersetzungsschwierigkeiten zu Filmen, weil ich der Meinung bin, dass das Prinzip bei Comics und Videospielen viel einfacher ist. Grund: Beide Medien sind wie Filme stark visuell geprägt und basieren weniger auf Worten. Gerade deshalb fallen viele Übersetzungschwierigkeiten weg. Gleiches gilt von Buch auf Comic. Die sind sich auch wesentlich näher als Buch und Film.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass bekannte Geschichten nicht aufgewärmt werden sollten. Egal, aus welchem Medium sie stammen. Generell: Aufwärmen von Geschichten ist mies. Macht neuen Scheiß! Traut euch was! Wir Fans werden’s euch danken. Und wenn euch gar nix einfällt, kommt zu mir. Mein Kopf hat mehr als genug Rohskizzen für euch alle 😉

Jetzt hab ichs aber. Und ich bin jetzt schon irrsinnig gespannt auf eure Meinungen dazu. Haut sie mir gern in die Kommentare. Ich freu mich auf die Diskussionen (:

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14 Kommentare Gib deinen ab

  1. Jery Schober sagt:

    Was Brendan Fraser als Mo angeht: Beschwer dich bei Cornelia Funke, er war schon ihre Inspiration beim Schreiben, wie sie oft genug in Interviews betont hat 😉

    Ich mag Buchverfilmungen sehr gerne, sehe sie aber unabhängig von der Vorlage, weil Film nun mal ein komplett anderes Medium ist. Bestenfalls schafft man eine gute Umsetzung der Handlung. Es werden immer Kompromisse gemacht werden müssen, und so wie ich mir die Story in meinem Kopf vorgestellt habe, wird sie sowieso nicht umgesetzt. Ich sehe einen Film zum Buch als eine von vielen Interpretationsmöglichkeiten, eine mögliche Sicht auf die Story. Kann gutgehen, geht aber oft schief.

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    1. Florian Born sagt:

      Ad Fraser: Ich bin entsetzt. Für mich war Mo eher der Edward Norton Typ. Aber naja, die Vorstellungskraft ist ein Mistkerl 😀

      Deine Ansicht zu Buchverfilmungen finde ich schön. Krieg ich nur leider nicht hin, weil der Film dem Leser doch irgendwie seine Interpretation der Geschichte aufzwingt.

      Noch ein Grund, warum ich lieber mehr eigenständige Filme hätte, ist, dass wir dann auch mehr Geschichten hätten. Und mehr Geschichten können nie schaden 😉

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  2. Wortman sagt:

    Dein Gemecker gilt aber nicht nur für die Fantasy. Das ist bei Horror- oder SciFi – büchern nicht anders. Gerade die Übersetzung, wie du es bezeichnest, funktioniert meistens nicht wirklich konform.
    Ich bin ein großer Fantasy – Fan und ich habe den Vorteil, dass ich die meisten Bücher dazu oder vorweg nie gelesen hatte 😉 Deswegen kann ich solche Verfilmungen von Büchern als Serie oder Kinofilm immer beruhigt anschauen.
    Für mich fand ich Fraser passend – ich kenne das Tintenherzbuch nicht 😀

    Zurück zum Thema: Ändern wird sich da nie etwas. Bücher kann man nicht 1:1 verfilmen. Das ist unmöglich. Wie du schon sagtest, da würden immer Passagen auftauchen, wo man einfach nur vor Langeweile einschläft. 😉 Was mich eher an solchen Verfilmungen stört: Die Einflechtung von Personen, die in den Büchern gar nicht existent sind und Verdrehung der Handlung. Bestes Beispiel vorweg natürlich der Hobbit. Es gibt im Buch keine Liasson zwischen der Elbenfrau und dem Zwerg, es gibt keinen Legolas, keinen Radagast und Azog ist schon lange tot als die Schlacht der 5 Heere beginnt.

    Neues schreiben und alte bücher nicht verfilmen. Gute Idee. Macht nur keiner, da es einfach billiger und einfacher ist, Bücher umzuschreiben. Oder eben dieser neue nervige Trend, irgendwelche Comics zu verfilmen…

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    1. Florian Born sagt:

      Ja, die Bücher nicht zu kennen, macht die Sache einfacher 😉

      Ja, neue Charaktere, neue Story-Archs und alles in dieser Richtung ist die richtige Krux der Fantasy-Buch-Verfilmungen. Deshalb hab ich irgendwann aufgehört, GoT zu schauen und habs nur noch gelesen. Ich wär einfach zu wütend geworden.

      Und ja, ich weiß leider, dass mein Wunsch für neuen Content ein wenig surreal ist, aber ich hoffe doch, dass sich vielleicht was ändern wird. Vielleicht auch nicht.

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      1. Wortman sagt:

        Was Änderungen angeht, eher nicht 😉 Das jetzige Verfahren sichert den Filmfirmen in den USA Millionenumsätze 🙂

        Ich hab fast vier Staffeln GoT geschaut, bis ich mit den Büchern angefangen hatte… Hab schon vorher mit den Büchern auch wieder aufgehört 😆

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        1. Florian Born sagt:

          Ja, was man zuerst kennt 😀

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  3. Carmilla DeWinter sagt:

    Hm. Absolutes Negativbeispiel ist der Hobbit. Und auch sonst teile ich deinen Ruf nach mehr Kreativität: Muss ich beispielsweise bei den Marvel-Sachen die Storylines inklusive Schurken zum x-ten Mal durchkauen? Immer wissen die Comic-Leser*innen schon vorher in etwa, was passiert. Wie langweilig.

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    1. Florian Born sagt:

      Jap. Stimm ich voll zu! Hab nur das Glück, die wenigsten Comics vorher gelesen zu haben 😉

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      1. Carmilla DeWinter sagt:

        Ich lese auch keine Comics – aber gelegentlich schrammt eine an Diskussionen von Comic-Fans nicht nur vorbei, sondern steckt unbeabsichtigt mittendrin. *seufz*

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  4. t.sebesta sagt:

    Ich liebe verfilmte Bücher, aber ich stimme zu, dass es mitunter auch traurige Verfilmungen gibt. Ich betrachte eine Verfilmung als Interpretation. Interpretationen können durchaus Unterschiede beinhalten. Insoferne finde ich jede Verfilmung bereichernd. Schlechte Beispiele da genauso, im Sinne von SO NICHT. Gute, um gegebenenfalls vielleicht Sichtweisen auf den Stoff zu eröffnen, die man sonst vielleicht nicht berücksichtigt hätte.
    Außerdem finde ich noch einen Grund um Verfilmungen zu mögen: Manchmal bin ich einfach zu müde um zu lesen, aber ein Film geht immer … 🙂 und da sind mir phantastische Filme lieber als alle anderen. …

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    1. Florian Born sagt:

      Der Standpunkt mit der Interpretation kam ja shcon mal in den Kommentaren – looking at you Jery – und ich wiederhol hier einfach mal, was ich ihr gesagt habe 😉 Find ich eine echt schöne Einstellung. Äußerst besonnen und entspannt. Krieg ich nur leider nicht hin. Mir reicht eine Version des Stoffs (deshalb schau ich trotz der hohen Qualität GoT nicht mehr). Warum auch zwei Versionen der gleichen Geschichte?

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      1. t.sebesta sagt:

        Warum auch zwei Versionen der gleichen Geschichte?
        Weil mir die Vielfalt gefällt. Schaut man sich zB Sagen an, so gibt es von den Grundthemen her so viele Variationen und diese Variationen haben ihre Berechtigung – gerade im phantastischen Bereich. Wo sollte die Vielfältigkeit höher sein als im Phantastischen?
        Und auch auf die Gefahr hin jetzt ins Fettnäpfchen zu treten. Schaumal was da alles im FanFic-Bereich abgeht. Da geht’s über alle Medien. Da gibt es alles was du dir nur vorstellen kannst. Da ist Vielfalt die Norm. Aber es ist auch nicht jedermanns Sache. Über Geschmack und Stil kann man streiten (wunderbar sogar – und auch wünschenswert), für die Vielfalt an sich sollte man dankbar sein. (Übrigens ich schau GoT auch nicht – weil ich mir meine eigenen Vorstellung zu Martin nicht kaput machen will, aber ich liebe es die Diskussionen darüber zu verfolgen 🙂 )

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