Warum wir nicht beweisen können, dass Zeitreisen nicht funktionieren

Bild von Guile93

Was? Sei ehrlich! Wie willst du diesen Gedankengang rechtfertigen? Das ist doch kompletter Schwachsinn, den du dir da diesmal aus den Haaren gezogen hast. Wir können ganz einfach beweisen, dass Zeitreisen nicht funktionieren: Es ist noch keine passiert!

Sicher? Ja. Wirklich? Also ich wüsste von keiner und daran würd sich ja wohl jemand erinnern, oder? Nicht zwingend. Hä?!

Gut, Sado hab ich schon mal verwirrt. Da das erledigt ist, können wir zu den wichtigen Dingen an der Tagesordnung voranschreiten: Der Erklärung. Das Problem bei Zeitreisen ist aber, dass wir nicht erklären können, wie es richtig funktioniert, ohne zuerst zu behandeln, wie es nicht funktioniert. Deshalb: Ein Beispiel.

Das Beispiel

Stellt euch vor, jemand, nennen wir ihn Heinrich, lebt in der Gegenwart.

Zeitreisen 1-6

Das ist mal nicht so schwer vorzustellen, oder? Nun gut. Heinrich, wie viele andere vor ihm, erkennt, dass er die Geschichte der Welt radikal ummodelieren könnte, wenn er die Möglichkeit hätte, Hitler zu töten. Heinrich ist ein kluger Ingenieur und Physiker und deshalb gelingt es ihm, eine funktionierende Zeitmaschine zusammenstellen.

Soweit so gut. Heinrich macht sich nun bereit. Er bereitet sich auf die Reise vor, stellt sich eine Verkleidung zusammen, recherchiert und plant. Schließlich ist es so weit. Der Tag ist gekommen, an dem Heinrich bereit ist, das zu tun, was schon so viele vor ihm tun wollten. Er drückt auf den Knopf und reist ins Jahr 1930.

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Nach kurzen Kopfschmerzen wegen der Zeitverschiebung ist er soweit und macht sich auf die Suche dem späteren Führer. Es dauert zwar eine Weile, doch schließlich macht er ihn ausfindig, hebt sein Schwert – weil episch – tötet Adolf Hitler und scheint die Welt zu einem besseren Ort gemacht zu haben.

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Zufrieden, blutverschmiert und verfolgt flüchtet sich Heinrich zurück zur Zeitmaschine, drückt den Knopf und wird in die Gegenwart zurückkatapultiert. Nur Millisekunden nach dem Moment, von dem aus er weggestartet ist.

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Doch die Welt ist eine andere. Sagen wir, zum Wohle der Geschichte, dass die Welt eine viel schlechtere geworden ist, weil Konflikte, die vielleicht früher gelöst wurden, erst viel später behandelt wurden, als Waffentechnologien weit bessere Standards hatten, als im Zweiten Weltkrieg. Das Ergebnis: Totale Verwüstung.

Doch all das ist eigentlich egal, denn: Durch die Änderung der Vergangenheit hat Heinrich etwas bewirkt, was ich jetzt einfach mal inperfekten Ablauf nenne. Denn dadurch, dass Heinrich Hitler in der Vergangenheit tötet, verändert sich die Welt radikal. Auch Heinrichs Erlebnisse, seine Erinnerungen, ja sein ganzes Leben, verändern sich. In dem Moment also, als Heinrichs Änderungen wirksam werden – sagen wir in dem Moment, als er zurückkehrt, auch wenn natürlich auch der Moment des Mordes gut dafür geeignet wäre –, löscht er seine eigenen Erinnerungen an Adolf Hitler – der ja nie wichtig wurde und damit jeglichen Grund, in die Vergangenheit zu reisen. Wenn er nicht in die Vergangenheit reisen musste, warum sollte er es dann tun? Es ist ein Widerspruch in sich, der circa so aussieht:

Zeitreisen 5

Noch schlimmer wird es bei perfekten Zeitschleifen. Bei denen würde Heinrich sich selbst aus der Zukunft auf irgendetwas hinweisen, was er in der Gegenwart oder Vergangenheit tun muss. Dadurch wird er unwillkürlich auf einen Pfad geschickt, der ihn genau zu dem Punkt bringt, an dem er erkennt, dass er sich selbst auf den Weg schicken muss.

Das Problem dabei: Das Ding hat keinen Anfang und kein Ende. Er muss sich selbst auf den Weg schicken, um zu dem Punkt zu gelangen, an dem er sich auf den Weg schickt, damit… Ihr wisst, worauf ich rauswill. Ohne Anfang und Ende kann das aber gar nicht existieren. Weil nichts hat keinen Anfang und kein Ende.

Also gehen Zeitreisen nicht, oder?

Ja, tatsächlich wirkt es ein wenig so, als würden Zeitreisen nach jeglichem logischen Denken nicht funktionieren können. Entweder ist es eine perfekte Zeitschleife, wo jemand durch sein Tun etwas bewirkt, oder aber er verändert das Universum auf so grundlegende Weise, dass er sich selbst nicht mehr auf den Weg schicken muss, weil es ja nichts zu ändern gibt.

Schlimmstenfalls kommen da dann so Sachen raus, wie

  • dass jemand sein eigener Großvater wird (Futurama),
  • jemand sich selbst von einem Ort der Zukunft an den selben schickt, damit er jemandem relevante Informationen übermitteln kann (Interstellar),
  • oder dass man die Gegenwart verändert, indem man seinem Vater dabei hilft gegen Mobber aufzustehen (Back to the Future). Den sollte man in Sachen Zeitreisen aber sowieso eher ignorieren.

Dennoch sind Zeitreisen zumindest logisch durchaus möglich. Die Lösung dafür: Zeitstränge.

Dafuq sind jetzt wieder Zeitstränge?

Bleiben wir bei unserem Beispiel von vorher. Hermine (Heinrichs noch klügere, kleine Schwester) möchte in die Vergangenheit reisen, um Hitler zu töten. Sowas machen Leute einfach gern.

Zeitreisen 1-6

Auch ihr gelingt die Reise zurück.

Zeitreisen 2-7

Sie macht sich auf den Weg, um Hitler zu töten, und auch sie schafft es. Wie ihr Bruder verwendet auch sie ein Schwert dafür, weil sie auf den epischen Effekt steht.

Zeitreisen 3-8

Als sie sich auf den Rückweg macht, passieren mehrere Dinge gleichzeitig:

  1. Sie kommt in ihrer alten Gegenwart an, in genau jenem Moment, in dem sie in die Vergangenheit gereist ist. Nichts ist allerdings passiert. Keine der Änderungen wird wirksam und so muss Hermine davon ausgehen, dass Änderungen in der Zeit leider nicht möglich sind.
  2. Sie kommt gleichzeitig in einer neuer Gegenwart an, in der die Zeit eine ganz neue Richtung genommen hat. In dieser kamen die Nationalsozialisten nie an die Macht und alles weitere entwickelte sich so, wie es sich eben entwickeln wollte. Darauf müssen wir jetzt aber gar nicht genau eingehen.
  3. (Und das ist das wirklich, wirklich Relevante). In dem Moment als Hermine in die Gegenwart zurückkehrte, hat sich die Universum gespalten. Das heißt: Es gibt nun zwei Zeitstränge. In einem muss Hermine davon ausgehen, dass Zeitreisen einfach nicht funktionieren. Das ist das Originalstrang. Nennen wir ihn Strang 0. Im zweiten allerdings, in dem die Änderungen wirksam wurden, die Hermine anstellte, hat die Zeitreis funktioniert. Nennen wir Kopiestrang 1 oder noch besser Strang 1. Schaut circa so aus:

Zeitreisen 9

Das interessante an Zeitsträngen ist, dass sie Zeitreisen logisch möglich machen, da sie die Entstehung eines inperfekten Ablaufs verhindern. An dieser Stelle ein paar Dinge, die man über Zeitstränge wissen sollte:

  • Strang 0 – also der Original-Zeitstrang – wird niemals eine funktionierende Zeitreise miterleben. Sorry Guys. Deswegen können wir übrigens auch nicht nachweisen, dass es keine Zeitreisen gibt.
  • Sollte noch jemandem auf Strang 0 eine Zeitreise gelingen, werden die Zeitreisen nicht auf Strang 1 aktiv, sondern ein weiterer Zeitstrang entsteht. Eine neue Kopie von Strang 0 gewissermaßen. Nennen wir ihn Strang 2.

Zeitreisen 10

  • Gleiches gilt auch für alle anderen Zeitstränge. Wenn also wer auf Strang 2 eine erfolgreiche Zeitreise schafft, dann werden die Änderungen nicht auf dem aktiv, sondern wieder auf einer Kopie. Also Strang 2.1.

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  • Die meisten erfolgreichen Zeitreisen gibt es demnach auf den Strängen mit den meisten Bezeichnungen. Jede Stelle steht für eine erfolgreiche Zeitreise. Auf 3.1.4.8.1 sind also schon mehr Zeitreisen geglückt als auf 25.34.21.
  • Damit ist aber auch immer die letzte erfolgreiche Zeitreise eines Zeitstrangs, die definitiv letzte Zeitreise, die die Bewohner dieses Strangs erleben werden. Logisch. Die Auswirkungen der erfolgreichen Zeitreisen werden schließlich immer nur in den Kopien wirksam.

Offene Fragen

Es gibt in der Theorie mit den Zeitsträngen einen Punkt, den wir leider nicht restlos klären können. Die Frage, ob der Zeitreisende bei seiner Rückkehr zu Strang 0 seine Erinnerung an die Reise behält, oder nicht.

Zum Wohle der Aussage: „Wir können nicht beweisen, dass Zeitreisen nicht funktionieren.“ und meinem Hinweis darauf, dass wir uns nicht sicher sein können, ob schon eine passiert ist, tendiere ich an dieser Stelle aber übrigens dazu, dass der Zeitreisende auf Strang 0 seine Erinnerung an die Reise verliert. In Strang 1 allerdings weiß er alles. Aber wir könnten doch auch sagen, dass er sich auf 1 auch nicht daran erinnert, oder? Also an die Zeitreise komplett. Auch möglich. Aber das geht jetzt schon sehr weit in die Theorie. Schön übrigens, dass du dich von der anfänglichen Verwirrtheit erholt hast.

Neben der Möglichkeit mit den Zeitsträngen gibt es übrigens noch zwei andere Möglichkeiten, wie eine Zeitreise – rein logisch – funktionieren kann.

Mehr Funktionsweisen – Murmeltier

Variante eins begegnet einem in „Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children“ – also „Die Stadt der besonderen Kinder“. Dort gibt es in sich geschlossene, nennen wir sie Zeit-Räume. Heißt konkret nichts anderes, als dass die Charaktere durch bestimmte Portale in abgeschlossene Teile der Zeit reisen können.

Sie reisen dorthin zurück, sind am Anfang eines Tages und können diesen Tag komplett erleben. Am Ende des Tages erreichen sie aber auch das Ende des Zeit-Raums und werden automatisch wieder an den Anfang des Tages zurückversetzt.

Alles, was sie in dieser Zeit möglicherweise an Änderungen fabriziert haben, wird damit sofort null und nichtig. Der Vorteil davon: Die Zeit-Räume befinden sich auf eigenen Zeitsträngen und können sich dadurch auch nicht auf den Strang null auswirken. Genauso wie im ersten Fall auch Änderungen auf Strang 5 keine Auswirkungen auf Strang 8.12 haben.

Das ganze schaut etwa so aus:

Zeitreisen 12

Mehr Funktionsweisen – Annihilierende Zeitstränge

Noch eine Möglichkeit, wie Zeitreisen funktionieren können – und wie es auch gern und oft in Science Fiction und Mystery verwendet wird –, sind die annihilierenden Zeitstränge. Das beste Beispiel dafür ist der Film X-Men: Days of Future Past (Zukunft ist Vergangenheit). Achtung Spoiler!!!!!!

In dem Film reist Wolverine/Logan zurück in die Vergangenheit, übernimmt Kontrolle über seinen damaligen Körper und hält dort die Entstehung der Sentinels auf, die später sämtliche Mutanten und deren Befürworter unterjochen werden. Normalerweise würde es hier zu einer Art inperfektem Ablauf kommen. Denn der Logan nach der Änderung kann nicht etwas anderes wissen als der Logan vor der Änderung. Hier ist die Sache aber anders.

In dem Moment, in dem Logan in die Gegenwart zurückkehrt – er seine Sache also erledigt hat –, entsteht zunächst ein neuer Zeitstrang, in dem die Änderungen wirksam werden können. Logans Bewusstsein wird in den neuen Zeitstrang befördert. Kennen wir bis hierher alles.

Gleichzeitig wird aber der Ausgangs-Zeitstrang komplett vernichtet. In dieser Methode kann es immer nur einen Zeitstrang geben, da der alte ja immer wieder vernichtet wird. Bis auf den Zeitreisenden weiß das aber wieder keiner (eh logisch). Also so:

Zeitreisen 13

Ganz ähnlich schaut die Sache auch bei Stephen Kings „Der Anschlag“ aus. Auch hier werden die Änderungen immer nur wieder auf dem neuen Zeitstrang wirksam. Zusätzlich gibt es hier aber auch noch Mächte, die über die Zeit wachen und schauen, dass niemand darin herumpfuscht und es wird noch verdeutlicht, dass die Zeit immer den gleichen Weg gehen wird, wenn man nicht darin herumpfuscht.

Abschließende Gedanken

Jetzt möchte ich euch noch ein paar Gedanken mit auf den Weg geben.

Ich hab hier nur Reisen in die Vergangenheit geklärt, bei denen man auf Dinge einwirken kann. Es gibt aber auch Reisen in die Vergangenheit, bei denen man nicht eingreifen kann – man ist dann quasi ein Geist. Die machen keinen Unterschied für die Zeitstränge. Die Reise von Informationen von den Vergangenheit in die Gegenwart ist schließlich eh auch gewöhnlich vorhanden.

Reisen in die Zukunft allerdings führen in jedem Fall zu einer Spaltung des Zeitstrangs mit Erinnerungsverlust des Zeitreisenden. Sobald er nämlich die Zukunft gesehen hat und etwas ändern will, muss eine Kopie entstehen, denn sonst hätten wir wieder einen inperfekten Ablauf. Macht Sinn oder?

Grundsätzlich lässt sich damit sagen, dass es bei Zeitreisen immer darauf ankommt, ob und wie Informationen transportiert werden. Wandern sie in der Richtung des Zeitflusses, ist alles in Ordnung und alles ist rein logisch möglich. Wandern sie aber gegen den Zeitstrang, kommt es zu logischen Widersprüchen.

Und noch was zum Abschluss: Zurück in die Zukunft und auch Doctor Who sind kompletter Unsinn. Die funktionieren einfach nicht. Genauso wie die meisten anderen Zeitreisenfilme. Sorry.


Ich hoffe, ich habe jetzt nicht alle Illusionen zerstört und ewigen Hass auf mich geschürt. Ich freue mich aber auf jeden Fall schon auf die Diskussion mit euch in den Kommentaren 😉

Außerdem würde ich gern wissen, wie euch das mit den Zeichnungen im Artikel gefallen hat. Gut? Schlecht? Anschaulich? Verwirrend? Zu sehr von waitbutwhy.com kopiert? Auch das: in die Kommentare!

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12 Kommentare Gib deinen ab

  1. Zeilenende sagt:

    Sehr übersichtliche Zusammenfassung vom gegenwärtigen Stand der Erkenntnis. Vielleicht gibt es noch unentdeckte physikalische Regelmäßigkeiten, die das Problem lösen, dass aus mir leider nie ein Zeitreisender werden wird, aber ich habe den Artikel mit Vergnügen und nickend gelesen.
    Was mich nicht daran hindert, das Gedankenspiel sehr anregend zu finden. Dann muss ich mir immerhin keine Gedanken darüber machen, wie realistisch die Fiktion ist. 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Freut mich sehr, Vergnügen und Nicken hervorgerufen zu haben.
      Danke für das Kompliment und ich hoffe doch sehr, dass wir irgendeinen Ausweg finden (zumindest für die Geister-Methode zurück 😉 ).

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  2. Nerd Wiki sagt:

    Meiner Meinung nach sind Zeitreisen nicht möglich, weil es keine Zeit gibt. Zeit ist eine der vielen menschlichen Illusionen, die nur in unseren Köpfen stattfindet. Es ist immer JETZT. Hat jemand schon mal einen Moment erlebt, der nicht im „jetzt“ war? Vergangenheit oder Zukunft können nur über unsere Gedanken bereist werden. Wer sich mal im Buddhismus und Hinduismus umschaut, kann in diesem ewig andauernden Jetzt-Moment eine Tür zur Erleuchtung finden, aber das würde jetzt zu weit führen 😉 Fakt ist aber, dass zwar keine Zeitreisen existieren können, wohl aber Dimensionsreisen. Denn was wir unter bewußter Beobachtung Alterung, Verfall und sonstige „scheinbare Zeitabläufe“ nennen, sind nichts anderes (übrigens schon seit Einsteins Raum-Zeit-Kontinuum!) als Neukonfigurationen des Quantenfelds um uns herum. Hier lohnt es sich mal die neusten Erkenntnisse der Quantenphysik zu beleuchten. Was wir hier erleben und als Zeit empfinden ist eher eine Art Daumenkino, wenn unser Bewußtsein in jeder Nanosekunde (menschliches Zeitmaß) die Informationen um uns herum unter bestimmten allgemein anerkannten Konventionen wieder neu zusammenbaut. Wir sind also prinzipiell alle bereits dimensionsreisende Dr. Whos! 😀

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    1. Florian Born sagt:

      Hallo Thilo,

      Ich finde den Gedanken damit, dass Zeit lediglich eine Illusion ist, die wir Menschen uns erschaffen haben, um unsere Umgebung wahrnehmen zu können, sehr schön. Hab dazu auch schon mal ein sehr interessantes Gespräch mit einem Freund geführt. Von deinem Standpunkt aus sind Zeitreisen natürlich nicht möglich 😉

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  3. Persönlich bin ich ja der Auffassung, dass Zeitreisen zwar möglich sind, allerdings nur in die Zukunft. Vergangen ist vergangen, daran kann man nichts ändern, außer man tritt dadurch aus Versehen in ein Tor zu einer anderen Dimension ein, die unserer eben nachhinkt. Dadurch würde man nicht die eigene Gegenwart/Zukunft ändern, sondern bloß deren. Somit könnte man auch nicht seine eigene Geburt verhindern, ohne die man sie ja erst recht nicht verhindern könnte – so paradox es klingt. ^^
    Ergo wäre meines Erachtens zwar eine Reise in die Zukunft möglich (praktisch wird’s knifflig :P), allerdings könnte man nicht zurück. Möglich wäre so etwas durch Kryostase oder „Reisen in annähernder Lichtgeschwindkeit“ (keine Ahnung, ob es dafür einen Fachtermini gibt). Also entweder lange ausschlafen oder so richtig flott unterwegs sein.
    Omg … Wer schläft, reist also automatisch in der Zeit! :O

    Jedenfalls: Sehr guter Artikel, habe ihn gerne gelesen und die Illustrationen sind auch anschaulich 😉

    Beste Grüße,
    VTT

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    1. Florian Born sagt:

      Also deine Dimensionen erinnern mich stark an meine Zeitstränge. Also Dimension, Kopien unserer Welt quasi, die keine Auswirkungen aufeinander haben.
      Was die Reisen in die Zukunft angeht, stimme ich dir zu. Wir könnten (rein logisch) in die Zukunft reisen. Es wandert ja nur Information nach vorne. Die Reise zurück wird aber knifflig 😉

      Beste Grüße zurück 😉

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  4. Wortman sagt:

    Wenn du Menschen der Historie tötest, tötest du gleichfalls Millionen unschuldiger Kinder und Erwachsene.
    Warum?
    Wenn z.B. der WK2 nicht stattfindet überleben zig Millionen Soldaten und Zivilisten. Das heißt, Millionen von Kindern werden nicht „gemacht“ weil Kriegswitwen und -witwer nicht wieder neu verheiraten etc..

    Dazu kommt, du überfährst 1753 einen Passanten mit einer Kutsche. Das war der Urahn des Zeitmaschinen – Erfinders. Entsprechend wird der nie geboren und deine Zeitmaschine löst sich vor deinen Augen auf. Heimreise… Nix da 🙂

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    1. Florian Born sagt:

      Eben deshalb die Zeitstränge. Dadurch dass man damit eine neue Welt erschaffen kann – eine neue Dimension, wie VTT sie im Kommentar nennt – kommt es auch nicht zur Gefahr, dass man irgendetwas verpfuscht. Stattdessen bleibt der alte so, wie er ist und der neue wird so, wie er ist.
      Damit lässt sich sogar das Mutter-Paradox lösen. Denn wenn du deine Mutter in der Vergangenheit tötest, ehe sie du auf die Welt kommst (oder deinen Vater, oder deinen Opa), dann hat das keine Auswirkungen auf den Strang, von dem du stammst, sondern nur auf die Kopie. Du wirst dann eben nicht in diese Kopie tranferiert. Eh klar.

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      1. Wortman sagt:

        Deswegen finde ich die Idee so klasse, dass du zwar zurückreisen kannst aber „was einmal war, kann nicht wieder sein“ und somit findest du zwar alle tote Materie wieder (Häuser etc. ) aber keine Lebewesen mehr.

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  5. Holger sagt:

    Nette Zusammenstellung, über die es sich im Stockwerk (oder wo anders) trefflichst diskutieren ließe!

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