Zufällige Empfehlungen im Jänner

Ha! Das hast du jetzt davon! Scheißding! Jetzt liegst du da. Tot. Und alle sind einfach nur froh, dass sie dich los sind. Ich auch. Ha!

Gut. Da ich mich nun angemessen von 2016 verabschiedet hab, wird es Zeit, dass neue Jahr mit ein paar Dingen zu beginnen, die ich euch ans Herz legen will. Warum? Wie immer, weil sie gut, unterhaltsam oder einfach nur schräg sind. Und weil ich will, dass die ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommen. Darum. Und weil ich kein Freund davon bin, sinnlos Zeit zu verschwenden mit unnützen Vorreden, fang ich gleich mal an. In diesem Sinne: Viel Spaß mit den zufälligen Empfehlungen im Jänner.

Was galaktisch kriegerisches

Ja, 2016 war wirklich schlimm. Aber war wirklich alles an 2016 schlimm? Nein. Das letzte Jahr hatte es in sich für uns Nerds. Es gab so viele gute Filme, dass ich komplett den Überblick verloren habe, wie oft ich tatsächlich im Kino war. Aber mir ist der letzte Film in Erinnerung geblieben, den ich auf der großen Leinwand sehen durfte:

Rogue One: A Star Wars Story ist – so ist sich das Fandom, wenn ich das richtig mitbekommen habe, relativ geschlossen einig – das erste wirklich gute Prequel zur klassischen Star-Wars-Trilogie. Falls es wer nicht mitbekommen haben sollte: Die Geschichte handelt von jenem tollkühnen Kommando der Rebellen, dem es gelang, die Pläne des Todessterns ausfindig zu machen. Rogue One eben.

Und diese Geschichte hat es in sich! Der Film zeigt ein Star Wars, das das Wars im Titel mal wirklich verdient hat. Im Gegensatz zu den früheren Ablegern, spart Rogue One nicht mit den Schrecken des Krieges und zeigt so neben heftigen Straßenschlachten auf Jedah auch eine Rebellenallianz, die mit sich selbst noch nicht wirklich im Reinen ist, und den Tod von mehr als nur einem liebgewonnenen Charakter.

Was filmisch kategorisches

Diese Tode. Der Verlust der Charaktere. Das Opfer das sie gebracht haben. Die Hingabe ihres eigenen Lebens. All das ist tragisch und gibt Rogue One damit die Schwere, die der Film verdient. Und es kommt ziemlich oft in Filmen, Spielen und Bücher vor. Hört dann auf den Namen Heroic Sacrifice, und ist nur eine von unzähligen Tropes, die auf TVtropes.org gesammelt wurden.

Ihr glaubt, irgendetwas wäre neu? Nein. Bestimmt nicht. Denn es gibt wirklich keine Möglichkeit, Charaktere, Story-Archs oder Welten zu gestalten, die es nicht zuvor schon mal gegeben hat. Der Antagonist, der den Helden zwingt mit ihm zu dinieren? Das hört auf den Namen No, Mr. Bond, I expect you to dine. Ein Wesen mit Schweif, dass einem unaufmerksamen Wachmann damit den Schlüssel klaut? Nennt sich Prehensile Tail. Und der ewige Kampf von Star Wars und Star Trek, der schon hunderttausendfach zum Vorbild genommen wurde? Das ist Fandom Rivalry.

Heißt das wirklich, dass nichts, was wir machen, auch nur in Ansätzen neu sein kann? Viellicht. Vielleicht heißt es aber auch nur, dass wir uns daraus inspirieren lassen sollten und einfach jene Aspekte zusammenstellen sollten, die uns gefallen und die – zumindest in dieser Kombination – noch nicht so da waren. Haben sie bei Assassin’s Creed auch so gemacht. Mit dem Trope Blade Below the Shoulder, der zusammen mit Weltuntergang und politischen Koflikten auftritt.

Was reisend dramatisches

Je besser man das macht, desto bleibt man dann beim Leser in Erinnerung. Bei haben das schon einige geschafft. Unter anderem D. J. MacHale. Der hat sich mit seiner Pendragon-Reihe, von der leider nur vier Teile ins Deutsche übersetzt wurden, weshalb ich die restlichen sechs Bücher auf englisch lesen musste, einen ewigen Stammplatz in meinem Hirn ergattert. Warum?

Pendragon erzählt die Geschichte von Bobby Pendragon. Beziehungsweise Bobby Pendragon erzählt im Laufe der Bücher seine eigene Geschichte in Form von Tagebucheinträgen, die er auf seinen Reisen durch verschiedenste Welten an seinen Freund Mark schickt. Wie genau das abgeht, lass ich jetzt mal außen vor. Es mag hierbei lediglich in Stein gemeißelt sein, dass das Ganze ziemlich amüsant vonstatten geht, wobei natürlich auch nicht die Action und ein gehöriges Maß an Charakterentwicklung ignoriert wird.

Schön dabei: Obwohl es eine All-Age-Reihe ist, ist Bobby nicht Conveniently an Orphan. Und auch abgesehen davon erspart die Reihe einem ein paar Tropes. Aber nicht alle. Trotzdem bleibt sie für mich eine der besten All-Age-Fantasy-Reihen, die ich kenne. Kann vielleicht auch daran liegen, dass sie mich irgendwie ein wenig ge-Harry-Pottert hat. Also durch meine Jugend begleitet. Wenn auch nicht bis 2016. Ich hab schon früher damit abgeschlossen. Hätte das Jahr aber auch nicht wirklich besser gemacht.

Ich wünsche euch allen jedenfalls jetzt mal einen guten Start in 2017, dass ihr möglichst bald damit (20167) fertig sein mögt und viel Spaß mit meinen Empfehlungen habt 😉


© Cover Image -> Erik-Maell

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